
Volkmar Sterzing entwickelt mit seinem Team lernende Verfahren, die nach dem Vorbild der Natur nach effizienten, umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Betriebsweisen suchen. Das Anwendungsspektrum reicht von Hausgeräten bis zu Turbinen.

Maximilian Fleischer arbeitet an elektronischen Gassensoren, die Schadstoffe in Luft und Wasser frühzeitig erkennen: energieeffizientere Regelung von Gebäudetechnik, Früherkennung möglicher Brände und Diagnose von Atemwegserkrankungen sind einige Anwendungsbeispiele.

Ute Liepold entwickelt Leuchtstoffe für effiziente LED mit geringem Stromverbrauch und hoher Lebensdauer. Die Suche nach solchen Materialien wird mithilfe der Kombinatorischen Chemie stark beschleunigt: In einer einzigen sogenannten Leuchtstoffbibliothek können bis zu 96 verschiedene Substanzkombinationen stecken.
Drei der wichtigen Fragen unserer Zeit lauten: Wie lässt sich die Produktion so steuern, dass individuelle Kundenwünsche bezahlbar werden? Wie deckt man den weltweit wachsenden Energiebedarf, ohne die Umwelt zu zerstören? Wie kann man Krankheiten erkennen, bevor sie ausbrechen? An ihrer Lösung arbeiten bei Siemens 32.500 Forscher und Entwickler an einer Vielzahl von Standorten in über 30 Ländern.
Die Zukunft der Fertigung wird durch Siemens-Innovationen stark geprägt. Durch die Akquisition von UGS ist Siemens nun das weltweit erste Unternehmen, das die virtuelle Produkt- und Produktionsplanung direkt mit der realen Welt der Fabrikautomatisierung verbinden kann – dieses Konzept der Intelligenten Fabrik funktioniert zudem in weltweiter Echtzeit-Kooperation der Entwickler sowie unter Einbindung von Kunden, Partnern und Zulieferern. Dies spart Entwicklungszeit und Kosten für die Produktion und Markteinführung. Simulationen werden zu einem präzisen Abbild der Realität, lange bevor auch nur eine Schraube in der realen Welt gedreht wird – und man erreicht eine sehr hohe Fertigungsflexibilität. Dadurch kann ein Unternehmen künftig wesentlich besser auf individuelle Kundenwünsche eingehen. Zu den Produkten, die bereits vollständig in der digitalen Welt entstanden sind und bei denen auch die Produktionsprozesse sowie viele Tests und die Montage zunächst virtuell erfolgten, zählen Flugzeuge ebenso wie Hochgeschwindigkeitszüge oder die neuesten Gasturbinen.
Bei der zweiten Frage geht es um das wichtige Thema „Energie und Umweltschutz“. In die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien investiert Siemens jährlich rund zwei Milliarden EUR – auf diesem Feld hält das Unternehmen etwa 30.000 Patente, fast die Hälfte des gesamten Patentportfolios. Die Siemens-Lösungen berühren nahezu alle relevanten Gebiete der effizienten Erzeugung, Übertragung und Nutzung von Energie – ob bei Kraftwerken, Gebäuden, Licht, Hausgeräten, im Verkehr oder in der Industrie. Sie reichen von der weltweit größten und effizientesten Gasturbine über extrem zuverlässige Windturbinen bis zu virtuellen Kraftwerksverbünden, energiesparenden Motoren und den hellsten weißen Leuchtdioden. Doch auch an Zukunftstechnologien arbeiten die Forscher und Entwickler, beispielsweise an Verfahren, das Treibhausgas Kohlendioxid in fossil befeuerten Kraftwerken abzutrennen und sicher zu lagern.

Zum Sector Industry zählen die Geschäfte aus Automation and Drives, Industrial Solutions and Services, Transportation Systems, Siemens Building Technologies und OSRAM. Der Sector Energy deckt die Geschäfte aus Power Generation und Power Transmission and Dis tribution ab, und der Sector Healthcare umfasst die Geschäfte aus Medical Solutions – jeweils in der Organisationsstruktur zum 30. September 2007.
Im Geschäftsjahr 2007 hat Siemens 8.267 Erfindungen gemeldet* – sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Patentanmeldungen stieg um elf Prozent auf 5.060 – pro Arbeitstag ergibt dies 38 Erfindungen und 23 Patentanmeldungen.
Auf dem Feld der Gesundheitsversorgung hat Siemens das weltweit erste integrierte Diagnostikunternehmen gegründet. Innovationen werden hier auf drei Gebieten vorangetrieben. Zum einen geht es um die stetige Verbesserung der bildgebenden Verfahren wie Computer-, Magnetresonanz-Tomographie oder Ultraschall, zum anderen um aussagekräftige Resultate aus Laboruntersuchungen. So werden Biomarker künftig Krebs, Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium identifizieren, und die kombinierte MR-PET-Tomographie von Siemens hilft den Ärzten, beispielsweise Alzheimer schon lange vor den ersten Ausfallerscheinungen erkennen zu können. Die dritte Säule der integrierten Diagnostik ist die intelligente Verknüpfung aller Daten durch moderne Informationstechnologie. Dadurch lassen sich Zusammenhänge besser erkennen, Wissensdatenbanken automatisch durchforsten und ein reibungsloser Datenaustausch zwischen Kliniken, Arztpraxen, Apotheken und Versicherungen erreichen. Letztlich eröffnet all dies das neue Feld einer stärker personalisierten Medizin – also von Behandlungen, die den individuellen Gesundheitszustand besser berücksichtigen und eine wissensbasierte Präventivmedizin eröffnen
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