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Alternative Energien: Wellenkraft erzeugt Strom

30.Juni 2007 |  Schon bald könnte das Meer Lieferant schier unerschöpflicher umweltfreundlicher Energie sein. Das Joint Venture Voith Siemens Hydro (VSH) treibt die Wellenenergie zur Marktreife voran, wie das Forschungsmagazin "Pictures of the Future" berichtet. Schon heute versorgt ein Test-Wellenkraftwerk von VSH in Schottland etwa 50 Haushalte mit Elektrizität. Weitere Projekte sind bereits in Vorbereitung.

Noch wird der Weltenergiebedarf hauptsächlich durch nicht erneuerbare Ressourcen wie Öl, Kohle, Gas oder Atomenergie gedeckt. Die fossile Energiegewinnung wird zunehmend durch erneuerbare Alternativen ergänzt, etwa Wind- und die Solarenergie, Biomasse als auch Geothermie – Energieträger, bei deren Nutzung Siemens bereits seit Jahren weltweit einer der größten Anbieter ist. Auch im Feld der Wasserkraft: Derzeit stammen etwa 18 Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus Wasserkraftwerken. Über ein Drittel davon wird mit Turbinen und Generatoren vom Joint Venture VSH erzeugt.

In jüngster Zeit setzt das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Heidenheim verstärkt auf Wellenenergie. Im Mai 2005 hat sich VSH deshalb mit dem schottischen Wellenspezialisten Wavegen verstärkt, der seit dem Jahr 2000 eine Testanlage auf der schottischen Insel Islay betreibt, die nach dem Prinzip einer oszillierenden Wassersäule funktioniert: Ein trichterförmiges Dach deckt die Wasseroberfläche ab. Darin steigen die Wellen auf und ab, wobei die eingeschlossene Luft komprimiert und dekomprimiert wird. Die in dem Druckunterschied gespeicherte Energie wird über eine Turbine und einem Generator in Strom umgewandelt.

Zwar versorgt die Anlage nur rund 50 Haushalte, jedoch verspricht sich VSH mit dem kleinen Wellenkraftwerk neue Erkenntnisse zur Entwicklung kommerzieller Großkraftwerke. Mit Erfolg: Mittlerweile ist die Technik soweit ausgefeilt, dass VSH bereits konkrete Einsätze plant. In Schottland prüft das Unternehmen zusammen mit der britischen RWE-Tochter npower ein Großprojekt, während es mit dem Energieversorger EnBW an der deutschen Nordseeküste einen geeigneten Standort für ein weiteres Wellenkraftwerk sucht. Lohnen würde es sich: Experten schätzen das nutzbare Energiepotenzial der Wellenkraft auf einen Terawatt – das entspricht etwa der Leistung von rund 1400 konventionellen Kraftwerksblöcken.

 
 
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Reference Number: IN 2007.06.5d

Ansprechpartner:

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Herr Dr. Norbert Aschenbrenner

Tel: +49 (89) 636-33438
Fax: +49 (89) 636-35292

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