
09.Mai 2007 | In der neuesten Ausgabe des Forschungsmagazins "Pictures of the Future" stehen der Klimawandel, die Zukunft der Städte und diemolekulare Medizin im Mittelpunkt. Das Siemens-Magazin berichtet, welche Technologien den Ausstoß an Treibhausgasen wirksam begrenzen und so dem Klimawandel entgegenwirken. Es erläutert die größten Hebel für Effizienzsteigerungen auf Seiten der Energieerzeugung und der -verbraucher. Anhand des Rechenbeispiels einer fiktiven Stadt wird deutlich, dass schon mit heute verfügbaren Technologien rund die Hälfte der Kohlendioxid- Emissionen eingespart werden könnte, wenn das vorhandene Potenzial voll ausgeschöpft würde. In den anderen Themen-Schwerpunkten zeigt Pictures of the Future, wie große Städte trotz aller Probleme lebenswert gestaltet werden können und wie neue diagnostische Möglichkeiten die Medizin verändern werden. Interviews mit Experten wie Prof. Detlev Ganten, dem Leiter der Charité, oder dem Klimaexperten Prof. Hans Joachim Schellnhuber ergänzen das Heft ebenso wie Berichte über ein Verfahren, mit der Forscher dem Gehirn beim Denken zusehen können, sowie über Kraftwerke, die die Wellenenergie des Meeres anzapfen. Das Heft kann kostenlos im Internet bestellt werden.

Städte leuchten buchstäblich. Sie üben eine ungebrochene Anziehungskraft aus, weil sie ihren Bewohnern beste Chancen zur Verwirklichung ihrer Träume bieten. Eine von Siemens unterstützte Studie zeigt, welchen Herausforderungen sich insbesondere Megacities weltweit stellen müssen. Pictures of the Future beschreibt, welche Faktoren eine Stadt lebenswert machen und wie technische Lösungen dazu beitragen können. Innovationen spielen dabei eine maßgebliche Rolle, egal ob beim Thema Sicherheit, Verkehr oder Beleuchtung. Mit Verkehrsproblemen kämpfen alle großen Städte, bei Sicherheitslösungen sind beispielsweise London oder Chicago Vorreiter, und bei der Beleuchtung wird deutlich, dass Leuchtdioden künftig das Erscheinungsbild von Städten stark verändern werden. Im Interview sprechen der Experte Prof. Harald Mieg über die so genannte Stadtpsychologie und der ehemalige Gouverneur des brasilianischen Bundesstaates Paraná über die ökologische Mustermetropole Curitiba.

Es gibt bereits heute eine Vielzahl von Technologien, die den Ausstoß an Treibhausgasen wie Kohlendioxid wirksam senken. Pictures of the Future untersucht alle wesentlichen Aspekte, wie zum Beispiel die Energieerzeugung, die mit höheren Wirkungsgraden bei Kraftwerken und alternativen Energien wie Wind, Wasser, Geothermie oder Biomasse einen bedeutenden Beitrag leisten kann. Auf Seiten der Verbraucher liegen die Hebel bei intelligenter Gebäudetechnik, energiesparenden Hausgeräten sowie hocheffizienten Motoren, Lampen und moderner Piezo-Technik für Fahrzeuge. Das Magazin blickt auch auf Technologien von morgen wie das CO 2 -freie Kohlekraftwerk und Hybridkraftwerke aus Brennstoffzelle und Gasturbine. Der Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber sieht deutsche Unternehmen beim Thema Klimawandel im Vorteil. Die deutsche Wirtschaft könne an der neuen industriellen Revolution verdienen, denn es sei unumgänglich, die globalen Emissionen bis 2050 zu halbieren. Wer jetzt investiere, könne seine Technologien später in Zukunftsmärkte wie Indien und China exportieren, sagt Schellnhuber im Interview.

Die Medizin steht vor einem Umbruch: Die Kenntnis molekularer Vorgänge in den Zellen ermöglicht Ärzten, völlig neue Wege im Kampf gegen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alzheimer zu beschreiten. Das Magazin berichtet über In-vitro- und In-vivo-Diagnostik sowie wissensbasierte Informationstechnologie. Labortests erkennen Krebs bereits in einem frühen Stadium; Verfahren der molekularen Bildgebung unterstützen mit Biomarkern die Diagnose; eisenhaltige Nanopartikel helfen bei der Therapie und intelligente Datenbanken decken Zusammenhänge zwischen Genen und Krankheiten auf. Siemens hat sich durch den Kauf mehrerer Firmen jüngst entscheidend verstärkt und bildet nun das weltweit erste Unternehmen für integrierte Diagnostik. Pictures of the Future bietet einen Überblick über die Technologietrends sowie die neuen Geschäftsaktivitäten von Siemens und zeigt, wie trotz des demographischen Wandels die Kosten für das Gesundheitswesen beherrschbar bleiben können – bei steigender Qualität der Behandlung.
Reference Number: IN 2007.05.1d
Siemens Technikkommunikation
Herr Dr. Norbert Aschenbrenner
Tel: +49 (89) 636-33438
Fax: +49 (89) 636-35292