
23.August 2007 | Brustkrebsuntersuchungen werden jetzt einfacher und patienten-freundlicher. Mit einer neuen Ultraschall-Software von Siemens kann erstmals die Festigkeit von Gewebe ermittelt werden – ein Indikator dafuer, ob Laesionen gut- oder boesartig sind. Der behandelnde Arzt kann so schneller agieren und unter Umstaenden auf eine sonst übliche schmerzhafte und teure Biopsie verzichten. Die ersten klinischen Tests wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Elastographiebildgebung mit eSie Touch Elasticity Imaging von Siemens Medical Solutions (Med) kann festes von weichem Gewebe unterscheiden: Weiches Gewebe zeigt sie hell, hartes dunkel an. Da sich Tumoren und Läsionen in ihrer Steifigkeit von gesundem Gewebe differenzieren, kommt die Elastographie hauptsächlich bei Brustkrebsvorsorgen zum Einsatz. Während bei einer herkömmlichen Ultraschall-Untersuchung lediglich die Zusammensetzung des Brustgewebes anzeigt, stellt die Elastizitäts-Bildgebung die mechanischen Eigenschaften des Gewebes dar. Die Untersuchung entspricht dabei im Prinzip dem manuellen Abtasten, bei dem ein Arzt mit seinen Händen die Form und Festigkeit von Gewebestrukturen erfasst.
Mit der mechanischen Struktur-Darstellung der Software kann der behandelnde Mediziner im Vergleich zu herkömmlichen Un-tersuchungen sicherere Aussagen zum Gewebezustand treffen. Zusätzliche so genannte Biopsien, bei der er eine Nadel ins Brust-gewebe einführt, ein Stück Gewebe entnimmt und dieses auf Tumoren untersucht, muss der Arzt eventuell jetzt nicht mehr durchführen.
Das belegt eine kürzlich vorgestellte Studie des Northeastern Ohio University College of Medicine and Radiology in den USA. Laut Ergebnis wurden 122 von 123 untersuchten Läsionen von der eSie-Touch-Software richtig eingeordnet und durch nachfolgende Biopsien bestätigt. Dagegen sind nach herkömmlichen Untersuchungen laut Expertenschätzungen etwa 75 Prozent aller Biopsien negativ. Mit der Reduktion der Biopsien werden nicht nur die unangenehmen Eingriffe reduziert, sondern auch die Wartezeit auf das Ergebnis. Das verbessert nicht nur die Vorsorge, sondern hilft auch Behandlungskosten zu sparen.
Reference Number: IN 2007.08.6d
Siemens Technikkommunikation
Herr Dr. Norbert Aschenbrenner
Tel: +49 (89) 636-33438
Fax: +49 (89) 636-35292