Das Internet der Zukunft
auf den Punkt ...
▄ Innerhalb von 15 Jahren wird ein neues Internet, das Next Generation Network (NGN), eine Vielzahl von Diensten bieten, die auf einer extrem leistungsfähigen Datenübertragung – z.B. über Glasfasern – basieren. Dieses NGN wird dann so allgegenwärtig und kostengünstig sein wie heute der elektrische Strom
▄ Über das NGN werden auch Sprache und Bewegtbilder übertragen werden – in Echtzeit und in einer Qualität, wie sie heute nur das Festnetz bietet, aber mit einer höheren Flexibilität und geringeren Kosten. Technisch funktioniert dies so, dass Datenpakete, die Sprache und Bilder enthalten, bevorzugt durchs Netz geschleust werden. Das NGN kontrolliert sich selbst und regelt den Datenverkehr automatisch. Siemens arbeitet an Technologien, um all dies zu gewährleisten
▄ Video over DSL – also Heimkino über die Telefonleitung – könnte künftig eine der wichtigsten Anwendungen werden. Der Kunde braucht nur noch eine einzige Leitung für alle Dienste und kann sie mit einem einzigen Provider abrechnen
▄ Bei der optischen Datenübertragung hält Siemens den derzeitigen Weltrekord: Über 7000 Gbit/s über eine einzige Glasfaser – dabei werden gleichzeitig 176 Laserfrequenzen mit einer Kapazität von je 40 Gbit/s übertragen. Wenn es gelingt, ein rein optisches Internet aufzubauen und Glasfasern in die Häuser zu legen, wären die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt: bis hin zu einer wirklichkeitsnahen 3D-Darstellung weit entfernter Personen
▄ In Zukunft werden Alltagsgegenstände aller Art Internet-Adressen haben und kommunikationsfähig sein: Nötig sind dazu neue Standards und die Vernetzung der heute noch heterogenen Netze
▄ Darüber hinaus werden die Kommunikationssysteme dank eines nach Inhalten strukturierten Internets (Semantisches Web) immer besser auf ihre Benutzer eingehen können. Sie werden sie erkennen und automatisch – etwa mit Hilfe von Software-Agenten – auf ihre Vorlieben eingehen können. Auch wird es möglich sein, per Knopfdruck die Übertragungsleistung anzufordern, die der Kunde gerade benötigt
Siemens AG
Dr. Hans-Ulrich Block, CT IC 5
hans-ulrich.block@siemens.comDr. Holger Herzog, CT IC 2
Holger.Herzog@siemens.comDr. Stefan Hink, ICN
Stefan.Hink@siemens.comProf. Cornelis Hoogendoorn, ICN
Cornelis.Hoogendoorn@icn.siemens.deDr. Holger Küfner, CT SE 2
holger.kuefner@siemens.comDr. Berthold Lankl, ICN
Berthold.Lankl@icn.siemens.deDr. Hermann Rodler, ICN
Hermann.Rodler@icn.siemens.deDr. Joachim Sokol, CT IC 2 joachim.sokol@siemens.com
Prof. Raj Reddy, CMU Pittsburgh rr@cmu.edu
Prof. Wolfgang Wahlster
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
wolfgang.wahlster@dfki.de
Siemens-Bereich Information and Communication Networks:
www.siemens.de/icn
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz:
www.dfki.de/dfki-de.html
Internet2-Vereinigung: www.internet2.edu
Internet-Statistiken: www.nua.ie/surveys
Gralla, P.: So funktioniert das Internet. Markt+Technik (2001)
Servon, L.J.:
Bridging the Digital Divide: Technology, Community and Public Policy. Blackwell (2002)
Miller, P.E.; Mark, A.:
Implementing Ipv6: Supporting the Next Generation Internet Protocols.
John Wiley & Sons (2000)
Cameron, D.:
Internet2: The Future of the Internet and Next Generation Initiatives. Computer Technology Research Corporation (1999)