Zeitschriften       Pictures of the Future – Frühjahr 2003
In vielen Dingen des täglichen Lebens werden bald unsichtbar neue Materalien integriert sein: Geschäumtes Magnesium im stabilen und leichten Fahrradrahmen, Biomaterialien für künstliche Hüftgelenke, Nanotechnik für Mini-Brennstoffzellen, Notebooks oder leuchtkräftige Displays, und Piezofolien, die aktiv Vibrationen von Autodächern gegensteuern
Ob Holz, Stein oder Keramik – jahrtausendelang haben die Menschen Stoffe verwendet, wie sie in der Natur verfügbar waren. Heute erleben wir eine große Umwälzung: Wissenschaftler schneidern Materialien nach Maß für beliebige Zwecke; zum Teil sogar auf atomarer Ebene. Und die Zukunft wird den intelligenten Werkstoffen gehören
Brillen, die sich selbst wieder in Form bringen, Fasern, die Risse eigenständig melden, Autodächer oder Magnetresonanz-Tomographen, die aktiv Vibrationen gegensteuern – adaptronische Materialien machen's möglich
Keramik mit der Mikrostruktur von Bäumen, Nanokatalysatoren in Bakterienproteinen, Nervenzellen auf Mikrochips – das Bioengineering vereint die Welten von Natur und Technik
Materialien mit völlig neuen Eigenschaften, Quantenpunkte, Nanoröhren, Mikrochips die sich immer wieder neu verdrahten: Die Nanotechnologie gilt als die Innovationshoffnung des Jahrzehnts
Ein Feld der Materialwissenschaft wird künftig die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen: die Nanotechnologie. Sie wird mit ihren gezielten Eingriffen auf atomarer Ebene Lacke kratzfest und Gläser wasserabweisend machen, Computertechnologie, Laser und Displays revolutionieren und in der Medizintechnik neue Wege eröffnen
Interview mit Nobelpreisträger Prof. Richard E. Smalley über Chancen und Risiken der Nanotechnologie
Interview mit Nobelpreisträger Prof. Harry Kroto. 1996 erhielt er für die Entdeckung der Fullerene anteilig den Nobelpreis für Chemie
Leistungsfähige Computer beschleunigen die Suche nach neuen Materialien. Forscher können beliebige Kombinationen chemischer Elemente im Labor erzeugen und ihre Eigenschaften rasch analysieren. Zudem zeigen Simulationen das Verhalten der Werkstoffe von der atomaren Ebene bis zum kompletten Bauteil