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Endliche Welt – Emissionszertifikate

Handel mit Treibhausgasen

 Zeitschriften        Pictures of the Future Frühjahr 2004       

Ab 2005 beginnt in der Europäischen Union der Handel mit Emissionsrechten, zunächst nur für Kohlendioxid. Für Firmen ändern sich damit nicht nur die Spielregeln am freien Markt, sondern es ergeben sich auch neue Geschäftschancen.

Kraftwerke

Heiße Luft hat ihren Preis: Wenn die Europäische Union demnächst den Handel mit Emissionszertifikaten einführt, bekommt Kohlendioxid einen Marktpreis. Über diesen Mechanismus hofft man, künftig Emissionen dort vermeiden zu können, wo dies am kostengünstigsten möglich ist

Die EU übernahm im Oktober 2003 mit der Verabschiedung der Richtlinie, nach der ab 2005 die erste Handelsperiode mit Emissionsrechten beginnt, international eine Vorreiterrolle. Denn nach dem Kyoto-Protokoll von 1997, in dem sich viele Länder verpflichtet haben, ihre Treibhausgas-Emissionen bis zu den Jahren 2008 – 2012 um mindestens 5 % gegenüber 1990 zu senken (siehe Pictures of the Future, Frühjahr 2002,  Emissionszertifikate), soll der internationale Zertifikate-Handel erst ab 2008 eingeführt werden. Der Kyoto-Vertrag wird gültig, wenn eine Anzahl von Ländern zustimmt, die insgesamt mindestens 55 % der Emissionen von 1990 abdecken. Die 117 Länder, die bisher den Vertrag ratifiziert haben, sind allerdings erst für 44,2 % der Emissionen verantwortlich. Das fehlende Volumen könnte Russland mit seinen 17,4 % beisteuern, aber Russland wird sich erst Ende 2004 entscheiden. Durch den Emissionshandel erhält die Tonne CO2 einen Marktpreis, und Emissionen sollen dort vermieden werden, wo dies am kostengünstigsten möglich ist. Erste Erfahrungen gibt es bereits. Seit 1996 wurden mit dem CO2-Emissionshandel bis zu einer Milliarde Euro weltweit umgesetzt. Dies geschah auf freiwilliger Basis und häufig intern innerhalb international verzweigter Konzerne wie BP.

 
 
 
 
 
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