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Pictures of the Future    Frühjahr 2006

In aller Kürze

 

Neu-Definition der Computertomographie

Siemens hat die Computertomographie um eine Dimension erweitert. Der Somatom Definition besitzt als erster Computertomograph (CT) der Welt zwei Röntgenröhren. Das Gerät macht Aufnahmen des schlagenden Herzens in bisher ungekannter zeitlicher Auflösung – mit der halben Strahlendosis. Die beiden Aufnahmesysteme rotieren dreimal pro Sekunde um den Patienten. Die Röhren vom Typ Straton senden Röntgenstrahlen aus, die den Körper des Patienten durchdringen und auf den gegenüberliegenden Detektor treffen. Aus den gemessenen Daten errechnet ein Computer die Bilder aus dem Körperinneren. Die Erfinder der Straton waren 2005 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Der neue CT ist schneller als jede bisherige Technologie. In Kombination mit der Auflösung von weniger als 0,4 mm sind selbst winzigste Gefäße zu sehen.

Somatom-Aufnahmen

Neuer CT-Scanner: Der Somatom Definition macht Aufnahmen mit höchster Genauigkeit. So können etwa die Herzkranzgefäße scharf abgebildet werden – ohne Einsatz von Betablockern zur Senkung der Herzfrequenz

Eine besondere Herausforderung für die Aufnahmetechnik ist das Herz, da es in der Ruhephase zwischen zwei Schlägen aufgenommen werden muss. Dazu ist die Aufnahme mit einem Elektrokardiogramm (EKG) synchronisiert. Bei Untersuchungen in bisherigen Geräten musste der Puls auf Werte um 60 Schläge pro Minute künstlich gesenkt werden, um scharfe Bilder zu erhalten. Die dabei eingesetzten Betablocker können Ärzte aber nicht jedem Patienten verabreichen, da sie etwa für Asthmatiker oder Diabetes-Patienten höhere Risiken bedeuten. Beim Somatom Definition spielt die Höhe des Pulses nun keine Rolle mehr. Wegen des ausgeklügelten Aufnahmeverfahrens können auch Patienten mit sehr schnell schlagendem Herzen oder mit Herzrhythmusstörungen untersucht werden – ohne jeden Medikamenteneinsatz. Die Senkung der Strahlendosis um 50 % erklärt sich dadurch, dass das System doppelt so schnell ist wie herkömmliche Scanner mit nur einer Röntgenquelle-Detektor-Kombination. Die Aufnahmegeschwindigkeit verdoppelt sich dadurch – die Bestrahlungszeit wird also halbiert.

 
 
 
 
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