Agenten, Bots und Avatare
auf den Punkt ...
▄ Weltweit arbeiten zahlreiche Wissenschaftler daran, eine Technologie zu entwickeln, die die im Internet und anderen Netzen verteilten Daten an Stelle von Menschen bearbeitet: Diese Agenten sind intelligente Software-Einheiten, die die Vorlieben und Wünsche ihrer Besitzer kennen, sie bei der Informationssuche unterstützen und bei Bedarf vertreten
▄ Die elektronischen Helfer werden künftig Reisen planen, Leihwagen buchen, auf Auktionen verhandeln oder auch Stellensuchenden helfen, eine Arbeit zu finden – und das alles völlig selbstständig ohne ständige Instruktionen ihres Auftraggebers
▄ Mit Hilfe dieser Technologie können Unternehmen Aufgaben wie Maklergeschäfte, Finanzverwaltung oder Kundendienst automatisieren und so Kosten sparen. Internet-Nutzer, die nicht vor Ort sein können, können stattdessen ihre Avatare ins Netz schicken. Diese virtuellen Stellvertreter werden an Chats teilnehmen, mit Geschäftspartnern verhandeln oder mit Kindern spielen
▄ Die Agententechnologie ist allerdings sehr komplex, der Markt noch neu und wenig organisiert, und es gibt kaum allgemeine Standards. Eigenständige, kommerzielle Produkte sind daher noch spärlich zu finden. Siemens arbeitet aber an einigen vielversprechenden Projekten, die sehr weit gediehen sind, etwa für den Tourismus, den Dienstleistungssektor (Versicherungen, Banken) oder den Arbeitsmarkt
▄ Die University of California in Berkeley hat einen besonderen Anteil an der Entwicklung mobiler Agenten
▄ Das Media Lab am Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, integriert die Agententechnologie ins Fernsehen oder Internet (agents.www.media.mit.edu/groups/agents). Pattie Maes, eine Pionierin auf dem Gebiet, beschäftigt sich mit elektronischen Marktplätzen und Agenten auf mobilen Endgeräten sowie den sozialen Aspekten
▄ Carnegie Mellon, Pittsburgh. In vielen Colleges und über 60 Forschungszentren werden Agententechnologien bereitgestellt, Schwerpunkt
E-Commerce: Kauf- und Verkaufs-Agenten, Gelbe-Seiten-Agenten u.a. (www.cs.cmu.edu/~softagents/index.html)
▄ Die Stanford University, Kalifornien, stellt Agentenfunktionen in einer Java-Anwendung oder einem Applet bereit und untersucht kommunizierende Agenten. (cdr.stanford.edu/html/NextLink/NextLink.html)
▄ Die Artificial Intelligence Research Group am Worcester Polytechnic Institute, Großbritannien, arbeitet an wissensbasierten Systemen, Multi-Agenten-Systemen und lernfähigen Maschinen
Dr. Jörg Müller, Siemens AG – CT IC 6
joerg.p.mueller@siemens.comDr. Michael Berger, Siemens AG – CT IC 6
m.berger@siemens.comKai Fischer, Siemens AG – CT IC 3
kai.fischer@siemens.comNina Sandweg, Siemens Audiologische Technik
nina.sandweg@siemens.comThomas Riegel, Siemens AG – CT IC 2 thomas.riegel@siemens.com
The Agent Society: www.agent.org
Allgemeine Informationen über intelligente Agenten (Deutschland):
www.informatik.tu-darmstadt.de/ VS/Lehre/ WS95-96/Proseminar/ rohs
Eine umfangreiche Liste weiterführender Links enthält diese Seite der University of Reading (UK): www.rdg.ac.uk/~ssr96apg/ research_links.html
sowie die Zusammenstellung von Tim Finin, University of Maryland:
agents.umbc.edu
und zu Avataren und Bots mit einer umfangreichen Such-Liste:
botspot.com
Standardisierungs- Organisationen:
FIPA:
www.fipa.org
OMG:
www.omg.org
Murch, R.; Johnson, T.: Agententechnologie: Die Einführung
Addison-Wesley (2000)