Das mitdenkende Auto
Zeitschriften Pictures of the Future Herbst 2005
- Die Zahl der Fahrzeugtypen wird künftig weiter zunehmen. Kunden in Schwellenländern verlangen nach kostengünstigen und sicheren Autos, während in den Industrieländern – getrieben unter anderem von der Altersentwicklung – die Nachfrage nach komfortablen Oberklassefahrzeugen steigen wird. Verbrauch und Emissionen können dank Elektronik und optimierter Bauteile weiter verringert werden – dies sind Ergebnisse einer Studie "Future of Automotive" von Siemens über die Entwicklungen bis 2020 mehr
- Bei der Sicherheit werden passive Systeme wie Airbag oder ABS zunehmend von aktiven Systemen wie Nachtsichtgeräten oder elektronischen Helfern zum Spurhalten, zur Abstandskontrolle oder Stop-and-go ergänzt. Dazu hat Siemens VDO Automotive zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt im September 2005 ein "sehendes" Auto vorgestellt. In einem BMW sind unterschiedliche Sensoren eingebaut, die zusammen die Umgebung abtasten, bewerten und dann den Fahrer unterstützen. Siemens legt größten Wert auf einfache Bedienbarkeit, um den Fahrer nicht zu überlasten mehr
- Assistenzsysteme dürfen die Autonomie des Fahrers nicht antasten. Zunächst erfolgt ein Hinweis, dann eine Warnung. Eine eventuell selbstständige Reaktion des Autos muss der Fahrer immer übersteuern können mehr unter Trends und Fahrerassistenz
- Forscher von Siemens Corporate Technology arbeiten mit Siemens VDO an zahlreichen Projekten, etwa einem Stauassistenten, der auch bei geringen Geschwindigkeiten und in Kurven den richtigen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hält, Sensoren, die die Luftqualität im Auto messen oder einem Augmented-Reality-System für bessere Navigation mehr
- Autos werden künftig mehr mit ihrem Fahrer sowie untereinander und mit Verkehrszentralen kommunizieren. Die Befehle werden zunehmend per Sprache erfolgen. Siemens hat den Very Smart Recognizer (VSR) entwickelt, der im Serieneinsatz ab Ende 2006 etwa 30 000 Wörter erkennen soll mehr
- Siemens arbeitet an einem revolutionären Bremsenkonzept. An die Stelle der heute verwendeten hydraulischen Systeme soll eine elektronisch geregelte Keilbremse treten. Damit könnte künftig jedes Rad einzeln und sehr effizient abgebremst werden. Die Technik ergänzt sich ideal mit Hybrid-Fahrzeugen, die zum Verbrennungsmotor noch einen Elektromotor besitzen mehr
LEUTE
Auto allgemein:
Dr. Jochen Kölzer, CT SM
jochen.koelzer@siemens.com
Roger Deckers, SV
roger.deckers@siemens.com
Dr. Reiner Höger, SV
reiner.hoeger@siemens.com
Fahrerassistenz:
Dirk Zittlau, SV
dirk.zittlau@siemens.com
Michael Lütz, SV
michael.luetz@siemens.com
Infotainment:
Dr. Hans-Gerd Krekels, SV
gerd.krekels@siemens.com
Kommunikation:
Dr. Abdelkarim Belhoula, SV
abdelkarim.belhoula@siemens.com
Spracherkennung:
Gerhard Hoffmann, CT IC 5
hoffmann.gerhard@siemens.com
Dr. Michael Lützeler, CT IC 5
michael.luetzeler@siemens.com
Stauassistent:
Dr. Georg von Wichert, CT IC 6
georg.wichert@siemens.com
Luftqualität im Auto:
Dr. Maximilian Fleischer,CT PS 8
maximilian.fleischer@siemens.com
Software im Auto:
Ludwig Geis, SV
ludwig.geis@siemens.com
Reinhold Achatz, CT SE
reinhold.achatz@siemens.com
Elektronische Keilbremse:
Bernd Gombert, SV
bernd.gombert@siemens.com
Karsten Hofmann, SV
hofmann.karsten@siemens.com
Hans-Georg Metzler, DaimlerChrysler
elke.bodderas @daimlerchrysler.com
Dr. Thomas Schlick, VDA
schlick@vda.de
LITERATUR
Riedl, H.:
Das große Handbuch der KraftfahrzeugtechnikMotorbuch Verlag (2005)
Ehsani, M.:
Modern Electric, Electric Hybrid and Fuel Cell VehiclesCRC Press (2004)