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Pictures of the Future    Herbst 2007

Pictures of the Future – In aller Kürze

Tiefblick ins Gehirn

MR – MR-PET – PET

Ein neuer Prototyp von Siemens, der die Magnetresonanztomographie (MRT) und ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin kombiniert, ermöglicht völlig neue Einblicke in das menschliche Gehirn. Experten erwarten, dass sich mit dem bisher einzigartigen Gerät die Diagnose von Alzheimer im Frühstadium verbessern lässt und raschere Aussagen zum Zustand und zur Therapie von Schlaganfallpatienten gemacht werden können. In dem Gerät sind MRT und PET (Positronenemissionstomographie) vereint (oberes Bild: MR, unteres Bild: PET, mittleres Bild: MR-PET). Die MRT steuert dabei ihre detaillierte Auflösung und einen hohen Kontrast bei der Darstellung von Weichteilen bei, die PET wiederum hebt Regionen mit erhöhter Stoffwechselaktivität detailliert und mit hoher Empfindlichkeit hervor. Bisher konnten Neurologen mit PET nicht sicher unterscheiden, ob bei einem Patienten leichte kognitive Störungen vorliegen, oder ob es sich um ein Frühstadium von Alzheimer handelt. Die mit Alzheimer einhergehende Verringerung des Hirnvolumens konnten sie zudem nicht gleichzeitig messen. Das MR-PET kann diese Untersuchung nun in einem Schritt vornehmen. Ärzte können mit dem Prototypen auch den Verlauf anderer neurologischer Störungen wie Parkinson, Epilepsie, Depressionen oder Schizophrenie besser verfolgen und erforschen. Bei einer PET-Untersuchung erhält der Patient eine Spritze mit einer sehr geringen Menge radioaktiver Flüssigkeit. Sie reichert sich im Körper in bestimmten Zellen erhöhten Stoffwechsels an und gibt Positronenstrahlung ab. Die Positronen zerstrahlen zu Gammaquanten, wenn sie auf Elektronen treffen. Diese erfasst dann ein Detektor und erstellt ein 3D-Schichtbild. Die Ingenieure von Siemens Medical Solutions verwenden als PET-Detektor so genannte Lawinen-Photodioden, die extrem schnell und empfindlich sind. Zugleich werden sie von dem Magnetfeld des MR-Systems nicht beeinflusst, das mit einer Feldstärke von drei Tesla arbeitet und eine Auflösung von etwa 0,2 mm bietet. Die Bilder beider Systeme werden im Computer zu Aufnahmen bisher nicht gekannter Aussagekraft überlagert.

 
 
 
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