
Mit dem Software-Werkzeug eM-PLC von Siemens Automation and Drives können bereits heute schon komplette Fertigungszellen virtuell in Betrieb genommen werden. Beispiel Karosserieschweißen: Aus allen mechanischen Daten erstellt eM-PLC ein Programm für die SIMATIC-S7-Steuerung der Schweißroboter, des Bandes und der Zuführung der Teile. Das Programm steuert virtuell die dreidimensionale Fertigungszelle und ermöglicht den Ingenieuren die Simulation des Zusammenspiels von Mechanik und Elektronik, was bisher nur in der realen Anlage möglich war. Der Vorteil: Es wird sofort sichtbar, wie kleine Änderungen das gesamte System beeinflussen. Konstruktionsfehler werden wesentlich früher erkannt.
Um Fehler auch in großen, unübersichtlichen Anlagen schnell identifizieren und beheben zu können, haben Siemens-Forscher das sprachgesteuerte System SEAR, Speech Enabled Augmented Reality (sprachunterstützte erweiterte Realität), entwickelt: Das System navigiert den Wartungsingenieur zur Schadensquelle. Dort angekommen kann sich der Ingenieur mit dem fehlerhaften Objekt quasi über die Störung "unterhalten": Auf Fragen reagiert das System mittels Spracherkennung und antwortet indem es eine 3D-Stimme generiert.
Flexibilität ist auch in der chemischen Industrie gefragt. Immer neue Produkte müssen immer schneller auf den Markt kommen, doch mit riesigen Anlagen ist das unmöglich. Eine Lösung bietet die Mikroreaktionstechnik. Siemens beteiligt sich an einem Forschungsprojekt, das die winzigen Reaktionsgefäße auf ihre industrielle Tauglichkeit prüfen soll.