
Bei der computergestützten Erkennung (Computer-aided Detection, CAD) ist Siemens einer der Pioniere. Mit LungCARE NEV haben die Forscher und Entwickler von Siemens eine spezielle Lösung für die Lokalisierung kleiner Lungenknötchen auf den Markt gebracht. Das System erkennt Knötchen mit Durchmessern von nur drei Millimetern. Software hilft auch bei der Befundung via Ultraschall: Dank neuer Algorithmen lassen sich die Umrisse des schlagenden Herzens automatisch finden und verfolgen.
Für Eingriffe am Herzen entwickelte Siemens ein magnetisches Navigationsverfahren, mit dem sich der Katheter per Joystick sicherer und einfacher durch die Herzkranzgefäße steuern lässt. Mit einer neuen Generation von Angiographie-Systemen mit C-Arm beschreitet Siemens neue Wege bei der 3D-Bildgebung während eines Eingriffs, etwa in der Neuroradiologie: der Patienten muss weder in verschiedene Räume transportiert noch umgelagert werden.
Mit dem 7-Tesla-Magnetresonanz-Tomographen (MRT) von Siemens lassen sich einzelne lebende Zellen im Gehirn bei der Arbeit beobachten und der Weg biochemischer Moleküle durchs Gehirn verfolgen. Der MRT soll dabei helfen, Krankheiten wie Alzheimer, Epilepsie oder Multiple Sklerose früher und sicherer zu diagnostizieren. Genauere Bilder mit bislang unerreichter Qualität liefert auch ein von Siemens entwickeltes Hybridgerät, eine Kombination aus CT und SPECT. Die Daten beider Untersuchungsmethoden werden zu einem Bild verschmolzen.