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Logistik

Im Versandhaus der Zukunft sind Montage, Informations- und Warenfluss miteinander vernetzt: Der Computer bearbeitet mit Hilfe von Software-Agenten die eingehenden Bestellungen und leitet die Daten an Zulieferer und Arbeitsroboter weiter. Diese nehmen die Produkte aus den Hochregalen, verpacken sie und übernehmen mitunter auch die Endmontage. An den Waren angebrachte Funketiketten ermöglichen eine Inventur in Echtzeit und sorgen für die lückenlose Ortung und Verfolgung jeder Liefereinheit bis zum Kunden. Der ganze Prozess wird in der Zentrale auf großen Flachbildschirmen dargestellt - jeder Schritt kann so kontrolliert, optimiert und eventuell reorganisiert werden. Waren gelangen so viel schneller und erheblich kostengünstiger ans Ziel.
Bild: PoF/Herbst 2003: "Arbeitsroboter"

 

Logistik: Prognosen

Die Logistik ist ein Wachstumsmarkt, wobei insbesondere Asien als Wachstumstreiber gilt. Gegenwärtig bewältigt die Seefracht rund 98 % der Warenströme zwischen den Kontinenten. Bis zum Jahr 2010 soll dieses Logistiksegment nach der Branchenanalyse Transportation & Logistics 2002 von HVB Equity Research weltweit um jährlich 5,6 % wachsen.
Um Kosten zu sparen und die Prozesse zu beschleunigen, setzen immer mehr Firmen auf elektronische Logistik-Unterstützung, wozu End-to-End-Tracking-Systeme, Technologien für hoch automatisierte Warenlager sowie Software-Lösungen für die Logistikbranche zählen. Der Weltmarkt für Electronic Logistics soll sich Prognosen der Raymond James & Associates Inc. zufolge von 26 Mrd. US-Dollar im Jahr 2002 auf 78 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012 verdreifachen.

 

Logistiksysteme bei Siemens

Die US-amerikanische Post United States Postal Service (USPS) befördert rund 200 Milliarden Briefe und Pakete pro Jahr, davon sind jedoch etwa sechs Milliarden Sendungen nicht zustellbar. Die zusätzlichen Arbeitstunden und Lieferwege verschlingen dabei jährlich bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar. Abhilfe schafft das automatische Nachsendesystem PARS von Siemens. Das System erkennt bereits im Briefverteilzentrum unzustellbare Briefe und etikettiert sie um. Dadurch entfällt der teure Transportweg vom Verteilzentrum zum früheren Wohnort des Empfängers. Die Abkürzung spart dem USPS nicht nur Zeit, sondern auch mehrere Hundert Millionen Dollar im Jahr.
Zeit spart auch eine neue Gepäckförderanlage im Terminal 2 des Münchener Flughafens. Bis zu 15000 Koffer pro Stunde transportiert das System in Kunststoffwannen über ein 40 Kilometer langes Transportnetz zu ihrem Bestimmungsort, alle Sicherheitskontrollen sind dabei in die Anlage integriert. Die Umsteigezeiten der Passagiere reduzieren sich so auf maximal 30 Minuten. Das macht den Münchener Airport zu einem der schnellsten Transferflughäfen der Welt.

 
 
 
 

Weiterführende Informationen (extern)

 

Kontakt

Siemens Technologie und Innovations kommunikation:

Herr Dr. Ulrich Eberl

Tel: +49 (89) 636-33246
Fax: +49 (89) 636-35292

ulrich.eberl@siemens.com