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Neue Roboter und autonome Agenten

Als bester Freund des Menschen könnte in Zukunft ein Roboter den Hund ergänzen - aber anders als der vierbeinige Geselle werden die metallischen Partner in absehbarer Zeit in der Lage sein, Fenster zu putzen, Getränke zu holen oder auch die Spülmaschine auszuräumen. Um ihnen ein gewisses Maß an Alltagsintelligenz zu verleihen, werden Neuronale Netze mit Millionen künstlicher Nervenzellen konstruiert, die die Funktion des Gehirns nachahmen. Mit Hilfe spezieller Navigationssysteme sollen die Automaten sich selbst steuern und ihren Weg präzise finden.
Virtuelle Roboter, so genannte Software-Agenten, haben ihren Arbeitsplatz dagegen im Internet: Dort sausen sie in Zukunft wie Spürhunde herum und suchen in Datenbanken, Flugplänen oder Bedienungsanleitungen nach Informationen. Virtuelle Wesen, wie Avatare, können künftig die Bedienung von Handys spielerischer und benutzerfreundlicher machen, etwa indem sie auf dem Display erscheinen und Kurzmitteilungen vorlesen.

 

Roboter: Prognosen

Nach dem World Robotics Report der Vereinten Nationen verringerte sich im Jahr 2002 der Weltmarkt für Robotersysteme um 12 Prozent, steigt seitdem aber kontinuierlich an. Bis 2006 erwarten Analysten ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,4 Prozent - schon im Jahr 2003 verzeichneten Hersteller einen Rekord-Auftragseingang. Besonders gefragt: Industrieroboter, etwa für Schweiß- oder Lagerarbeiten.
Ende 2005 sollen weltweit 875.000 metallene Helfer im Dienst stehen, davon rund ein Drittel in Europa.

 

Robotertechnologien bei Siemens

In mehreren Supermärkten greifen autonome Reinigungsroboter vom Typ ST82 R dem Personal schon seit Herbst 1999 unter die Arme. Mit dem Siemens-Navigationssystem SINAS finden die Automaten zwischen Regalen und Waren ihren Weg: Sensoren liefern laufend Informationen über die eigene Position und die Umgebung. Ein Laserscanner und Ultraschallsystem verhindern dabei Zusammenstöße mit Passanten oder Einkaufswagen. Steht eine Kollision unmittelbar bevor, bittet der Roboter höflich um freie Fahrt. Erfolgt keine Reaktion, weicht er dem Hindernis aus. Künftig sollen die automatischen Putzpartner auch größere Flächen in Teamarbeit bearbeiten, etwa auf Flughäfen oder in Bahnhöfen. Hierfür entwickelt Siemens neue Navigationsverfahren.
In Zukunft wollen Siemens-Forscher den Robotern auch selbstständiges Denken ermöglichen: Heutige Neuronale Netze werden noch durch Software simuliert, was aber unter anderem das Identifizieren von Objekten relativ langsam macht. Die Netzwerke von morgen sollen Muster in Echtzeit erkennen können.

 
 
 
 
 

Kontakt

Siemens Technolo-gie- und Innovations-kommunikation:

Herr Dr. Ulrich Eberl

Tel: +49 (89) 636-33246
Fax:  +49 (89) 636-35292

ulrich.eberl@siemens.com

 
Siemens Corporate Technology

Herr Guido Weber
Öffentlichkeitsarbeit

Tel: +49 (89) 636-49030

guido.weber@siemens.com