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Szenario & Trends

Die Kraftwerke der Zukunft arbeiten effizienter und sauberer. Allein die Umrüstung aller Kraftwerke auf die besten heutigen Wirkungsgrade würde bereits eine Ersparnis an jährlichem CO2-Ausstoß von 2,5 Milliarden Tonnen ergeben - dem Zweieinhalbfachen der gesamten deutschen Emissionen. Das modernste Gas- und Dampfturbinenkraftwerk, das Siemens derzeit mit der weltweit größten Gasturbine ausstattet, wird einen Wirkungsgrad von 60 Prozent haben. Insgesamt ergäbe diese Aufrüstung aller fossil befeuerten Kraftwerke eine Ersparnis von 4,1 Milliarden Tonnen CO2. Das entspricht der Menge, die ganz Europa heute emittiert. Dabei ist die Grenze des Wirkungsgrades noch nicht erreicht. Dank neuer Technologien steigt diese auf bis zu 70 Prozent. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind neue Technologien zur CO2-Abtrennung und zur unterirdischen Speicherung sowie die Identifizierung sicherer Lagerstätten des Kohlendioxids. Zusätzlich gewinnen erneuerbare Energien an Bedeutung - heute stammt bereits ein Fünftel der weltweit erzeugten Energie aus der Wasserkraft. Aber nicht nur die Energieerzeugung wird effizienter und sauberer: Mit intelligenten softwarege-steuerten Gebäudetechnologien, Energiesparlampen und bewusstem Stromverbrauch können Privathäuser, Gewerbe und Industrie ihren Verbrauch schon heute um mehr als die Hälfte senken. Synthetischer Treibstoff, Wasserstoff und Elektroantriebe entwickeln sich derweil zur sauberen Alternative zum Benzin- und Dieselmotor.
Foto: Lebensräume in Gefahr: Wegen des Klimawandels drohen Stürme, Trockenheiten und Überflutungen. Gletscher und Eiskappen schmelzen, und Tieren – etwa Eisbären – wird die Lebensgrundlage entzogen

 
 

Fakten und Prognosen

Laut einer Studie von Frost & Sullivan (F&S) geben europäische Kliniken jährlich etwa zwei Prozent ihres Gesamtbudgets für Informationstechnik aus. So ist der Markt für Informationstechnik in Krankenhäusern zwischen 2000 und 2004 alleine in Europa von 2,4 auf knapp 3,5 Milliarden Euro angestiegen. So werden in Zukunft rund 80 Prozent der IT-Ausgaben für Systeme für den medizinischen Bereich aufgegeben werden. Auch der Markt für automatische Bildauswertungssysteme (Computer-aided detection, CAD) im Medizinbereich soll bis 2008 jährlich um durchschnittlich 26,5 Prozent wachsen und im Jahr 2008 rund 87,5 Millionen Dollar betragen. Nach F&S steht bei den Ärzten Digitaltechnik, die die Versorgungsqualität der Patienten verbessert, ganz oben auf der Wunschliste.

 
 

Auf den Punkt

Siemens verfügt bereits über ein breites Portfolio umweltfreundlicher Produkte: Auf der Verbraucherseite geht es um effiziente Lösungen bei Gebäudeheizung, Hausgeräten und Licht sowie Strom sparende Industriemotoren und weniger Kraftstoffverbrauch im Verkehr. So erreicht Siemens beispielsweise mit Energiesparverträgen bei zahlreichen öffentlichen Gebäuden durch optimierte Klimaregelung und geringen Investitionen eine Senkung des Energieverbrauchs von 20 bis 40 Prozent als auch eine weltweite CO2-Reduktion von 2,4 Millionen Tonnen. Rund 50 Prozent Stromeinsparung erzielt die Industrie dagegen mit Energiesparmotoren und Frequenzumrichtern des Unternehmens. Würden weltweit alle Industriemotoren durch Energiesparmotoren von Siemens ersetzt, ergäbe sich ein jährliches Einsparpotenzial von 360 Millionen Tonnen CO2. Im Verkehr spart die Piezoeinspritzung bei Otto-Motoren etwa 20 Prozent Benzin, während die neue Metro Oslo dank Bremsenergie-Rückgewinnung und leichterer Materialien 30 Prozent weniger Energie verbraucht. Auf der Erzeugerseite steigert Siemens die Wirkungsgrade der Kraftwerke und entwickelt erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Biomasse, Geothermie und Wind zu sauberen Strom-Alternativen. Schon heute sparen die rund 6.300 weltweit eingesetzten Windturbinen des Unternehmens etwa zehn Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Umweltschutz und Schadstoffminimierung fangen bei Siemens dabei nicht erst mit der Inbetriebnahme eines Gerätes an: Bereits bei der Planung eines neuen Produktes werden dank einer Siemens-internen Norm alle Umweltaspekte wie Energieeffizienz oder die Vermeidung gefährlicher Stoffe systematisch berücksichtigt.

 
 
 
 
 
 

Kontakt

Siemens Technologie - und Innovationskommunikation

Herr Dr. Ulrich Eberl

Tel: +49 (89) 636-33438
Fax: +49 (89) 636-35292

ulrich.eberl@siemens.com

 

Herr Dr. Norbert Aschenbrenner
Wittelsbacherplatz 2
D-80333  München

Tel: +49 (89) 636-33438
Fax: +49 (89) 636-35292

norbert.aschenbrenner@siemens.com