Montag, 04.12.2006
Der Einsatz in einer Gasturbine ist für Materialien ein Härtetest: Dort herrschen bei Gastemperaturen um 1300 °C extreme Betriebszustände, was dazu führt, dass die heißgasführenden Teile zahlreichen mechanischen und korrosiven Angriffen ausgesetzt sind. Materialien, die in Gasturbinen zur Anwendung kommen, müssen deshalb besonders strapazierfähig sein. Je mehr sie aushalten, desto effektiver kann das Kraftwerk arbeiten.
Der Erfinder Dr. Werner Stamm arbeitet daran, die Widerstandsfähigkeit der Maschinenteile in Gasturbinen durch neuartige Beschichtungen zu steigern. Weil die heute eingesetzten Grundwerkstoffmaterialien „nur“ Temperaturen um 950°C aushalten, werden die Schaufeln von innen mit einem Luftstrom gekühlt und oft noch zusätzlich mit einer Wärmedämmschicht überzogen. Diese ermöglicht eine Absenkung der Oberflächentemperatur auf ein für den Grundwerkstoff verträgliches Temperaturniveau. Teilweise oxidieren die Schaufeln der Kraftwerksturbinen unter den Heißgasen so stark, dass sie noch nicht über die von Kunden gewünschte Lebensdauer von 25.000 Stunden hinaus einsetzbar sind.
Reference Number: soct200608-4a