Siemens AG
Munich, 08.November 2007
Siemens wird die Zielbänder für die Ergebnismargen seiner operativen Einheiten erhöhen. „Wir sind sicher, dass die Schaffung von neuen Strukturen unterhalb der geplanten drei Sectors Energy, Industry und Healthcare unser Unternehmen einfacher, transparenter, fokussierter und im Ergebnis schneller und erfolgreicher machen. Damit ist auch klar, dass wir über die bisherigen Ziele des ‚Fit for 2010’-Programms hinausgehen werden“, sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Für die künftigen Sectors Energy und Industry sollen die neuen Zielbänder Ende Januar vorgestellt werden. Für den Bereich Medical Solutions (Med) wird das Zielband für die Ergebnismarge ab sofort auf 14 bis 17 Prozent von zuvor 13 bis 15 Prozent angehoben. Im Zuge der Umstrukturierung von Siemens soll zudem der Anteil der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten am Umsatz bis 2010 um zehn bis 20 Prozent gesenkt werden.
Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats am 28. November 2007 wird mit der Implementierung der neuen Struktur im Januar 2008 begonnen. Die externe Finanzberichterstattung soll in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres auf die neue Struktur umgestellt werden. Finanzinformationen werden sowohl für die Sectors als auch in der Ebene darunter ausgewiesen. „Wir erhöhen unsere Transparenz in der Berichterstattung im Vergleich zu heute nochmals deutlich“, so Löscher.
Der Energy-Sector wird im Wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Bereiche Power Generation (PG) und Power Transmission and Distribution (PTD) zusammenfassen. Dieser Sector adressiert einen hochattraktiven Markt, der pro Jahr mit elf Prozent wächst. Das Gesamtvolumen des Marktes sieht Siemens 2010 bei deutlich über 300 Mrd. EUR.
Der Industry-Sector soll künftig aus den Geschäftsaktivitäten Automation and Drives (A&D), Industrial Solutions and Services (I&S), Transportation Systems (TS), Siemens Building Technologies (SBT) und Osram bestehen. Siemens geht für die Märkte des Industry-Sectors bis 2010 von einem jährlichen Wachstum von fünf Prozent auf fast 500 Mrd. EUR aus.
Der Healthcare-Sector wird den Bereich Med umfassen. Durch die jüngsten Zukäufe von Med hat sich der adressierbare Markt des Bereichs auf 57 Mrd. EUR mehr als verdoppelt, und neue attraktive Geschäftsfelder können somit erschlossen werden.
Als Cross-Sector-Businesses bleiben Siemens IT Solutions und Services sowie Siemens Financial Services (SFS) bestehen.
Durch die geplante neue Struktur von Siemens ergibt sich ein erhebliches Synergiepotenzial. „Wir werden nun exakt definieren, wie wir Stabsaufgaben den verschiedenen Ebenen in der neuen Struktur zuordnen“, sagte Peter Löscher mit Bezug auf die allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten, die im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund 17 Prozent gemessen am Umsatz lagen.
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Rund 400.000 Mitarbeiter (fortgeführte Aktivitäten) entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und erbringen maßgeschneiderte Dienstleistungen. In rund 190 Ländern unterstützt das vor über 160 Jahren gegründete Unternehmen seine Kunden mit innovativen Techniken und umfassendem Know-how bei der Lösung ihrer geschäftlichen und technischen Aufgaben. Der Konzern ist auf den Gebieten Information and Communications, Automation and Control, Power, Transportation, Medical und Lighting tätig. Im Geschäftsjahr 2007 betrug nach IFRS der Umsatz 72,4 Mrd. EUR und das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten 3,909 Mrd. EUR (vorläufige Zahlen, nicht testiert). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.siemens.com.
Alle Zahlen sind vorläufig und nicht testiert. Die Überleitungen und Definitionen zusätzlicher Kennzahlen, die nicht unter IFRS definiert sind, finden Sie auf den Internetseiten von Investor Relations unter www.siemens.de/investoren, Finanzpublikationen, Quartalsberichte.
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