Siemens AG
München, 24.Januar 2008
Im Rahmen der Neuorganisation des Konzerns hat der Siemens-Vorstand die Zielbänder für die Sektoren Industry und Energy sowie für 14 Divisionen festgelegt und so die Zielvorgaben für das Operative Geschäft signifikant erhöht. Für den Sektor Industry gilt das Zielband 9 bis 13 Prozent, vergleichbar mit zuvor 9 bis 11 Prozent. Für den Sektor Energy liegt das neue Ziel bei 11 bis 15 Prozent, vergleichbar mit zuvor 9 bis 13 Prozent. Das Zielband für den Sektor Healthcare wurde bereits im November 2007 auf 14 bis 17 Prozent von zuvor 13 bis 15 Prozent erhöht. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt“, so Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens. „Wir wollen bei der Ertragskraft zu den besten Wettbewerbern aufschließen.“
Zur Zielerreichung tragen Maßnahmen wie das Ausschöpfen von Synergien und die Erhöhung der globalen Wettbewerbsfähigkeit sowie der Ausbau der Innovationsführerschaft bei. Die Steigerung der Kosteneffizienz erfolgt unter anderem auch durch das Programm, mit dem Siemens bis 2010 seine Vertriebs- und Verwaltungskosten um 10 bis 20 Prozent reduzieren will. Mit den neuen Vorgaben will Siemens alle Geschäfte so schnell wie möglich in führende Marktpositionen bewegen – der Grundlage für nachhaltig profitables Wachstum auf Sektor- und Divisionsebene. Gegenüber den Zielvorgaben in der alten Organisationsstruktur wurden für zehn der 14 Divisionen, die das Unternehmen in seiner Finanzberichterstattung abbildet, die Zielbänder in der Spitze angehoben. Die Zielbänder sind Bestandteil des Unternehmensprogramms ‚Fit4 2010’, das anlässlich der neuen Aufstellung von Siemens umfassend überarbeitet und weiterentwickelt wurde.
Sektor Industry: Zielband 9 bis 13 Prozent
Das Zielband für den Sektor Industry liegt bei 9 bis 13 Prozent. Vergleichbar gerechnet lag die Zielvorgabe für die Geschäftsaktivitäten des Sektors umsatzgewichtet zuvor bei 9 bis 11 Prozent. Insbesondere die Divisionen Industry Automation (12 bis 17 Prozent) und Drive Technologies (11 bis 16 Prozent) sind Träger der künftig höheren Renditeerwartungen des Sektors. Industry Automation wurde im Geschäftsjahr 2007 durch die Akquisition von UGS erheblich gestärkt und profitiert vom PLM-Geschäft (Product Lifecycle Management). Drive Technologies wird im Wachstumsmarkt der Prozessindustrie sowie bei Komponenten für Windkraftanlagen durch die Zukäufe von Flender und Robicon gestärkt. Mit 7 bis 10 Prozent liegt das Zielband von Building Technologies aufgrund steigender Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen höher als das des ehemaligen Bereichs Siemens Building Technologies. Die Zielbänder bei Industry Solutions, Mobility und Osram gehören weiterhin zu den anspruchsvollsten ihrer Branchen.
Sektor Energy: Zielband 11 bis 15 Prozent
Das Zielband von 11 bis 15 Prozent für den Sektor Energy liegt mit zwei Prozentpunkten signifikant höher als die umsatzgewichteten Zielbänder der ehemaligen Bereiche Power Generation (PG) sowie Power Transmission and Distribution (PTD) von 9 bis 13 Prozent. Die Zielbänder der Divisionen Fossil Power Generation und Renewable Energy liegen über der bisherigen PG-Marge von 10 bis 14 Prozent. Auch die Zielbänder für die beiden aus PTD hervorgegangenen Divisionen liegen deutlich über dem bisherigen Bereichszielband von 7 bis 10 Prozent. Dies trägt der positiven Ertragsentwicklung des ehemaligen Bereichs sowie einem insgesamt starken Marktumfeld für Energieerzeugungs- und Übertragungstechnik Rechnung. Wie auch bei der Mehrzahl der Wettbewerber üblich, zeigt Siemens die Margen in der Kombination aus Produkt-/Projekt- und Servicegeschäft. So spiegelt sich die Ergebniswirkung der Division Service Rotating Equipment in den Zielbändern von Fossil Power Generation und Oil & Gas wider.
Sektor Healthcare: Zielband seit November 2007 bei 14 bis 17 Prozent
Für den ehemaligen Bereich Siemens Medical Solutions wurde das Zielband bereits im November 2007 von 13 bis 15 Prozent auf 14 bis 17 Prozent erhöht. Dieses gilt nun für den Sektor Healthcare. Die Division Imaging & IT soll mit einer Zielvorgabe von 14 bis 17 Prozent mittelfristig zum besten Wettbewerber aufschließen. Die Division Workflow & Solutions befindet sich zum Großteil noch im Aufbau in einem Umfeld mit starken und etablierten Wettbewerbern. Hier liegt das Zielband bei 11 bis 14 Prozent. Besondere Ertragskraft wird von der Division Diagnostics erwartet. Nach den Akquisitionen von DPC, Bayer Diagnostics und zuletzt Dade Behring ist diese Unternehmenseinheit im In-vitro-Bereich Marktführer. Die Division Diagnostics hat mit einem Zielband von 16 bis 19 Prozent konzernintern die höchste Vorgabe.
Siemens IT Solutions and Services und Siemens Financial Services (SFS)
Die Zielbänder für die Sektorenübergreifenden Einheiten bleiben mit 5 bis 7 Prozent für Siemens IT Solutions and Services sowie mit 20 bis 23 Prozent (gemessen am ‚Return on Equity’) für SFS unverändert bestehen.
Siemens wird die neue Konzernstruktur erstmals in seiner Finanzberichterstattung zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2008 abbilden.
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Rund 400.000 Mitarbeiter (fortgeführte Aktivitäten) entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen nach IFRS einen Umsatz von 72,4 Mrd. EUR und ein Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten von 3,9 Mrd. EUR. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
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