Siemens AG
München, 26.November 2008
Siemens hat 2008 mit Produkten und Lösungen im Rahmen seines Umweltportfolios knapp 19 Milliarden Euro umgesetzt – rund ein Viertel des Konzernumsatzes. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr vor allem ausgewählte Komponenten für Windenergieanlagen. Im Vorjahr summierten sich die Erlöse aus Produkten und Lösungen, die dem Umweltportfolio zugerechnet wurden, auf 17 Milliarden Euro. Bis 2011 soll mit dem Umweltportfolio von Siemens rund 25 Milliarden Euro umgesetzt und zugleich ein signifikanter Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen geleistet werden. „Die Breite unseres Umweltportfolios ist weltweit einzigartig. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe, das Marketing hierfür mit den Sektoren weiter voranzutreiben“, sagte Barbara Kux, neuer Chief Sustainability Officer und Mitglied des Siemens-Vorstands.
Erstmals hatte Siemens für das Geschäftsjahr 2007 seine Produkte und Lösungen zum Schutz von Umwelt und Klima im Umweltportfolio zusammengefasst und die Daten und Prozesse von der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers überprüfen lassen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 erzielten die Produkte und Lösungen dieses Umweltportfolios bei Siemens-Kunden zusätzliche Kohlendioxid-Einsparungen (CO2) von rund 34 Millionen Tonnen. Mit den Einsparungen, die aus den installierten Produkten und Lösungen der Vorjahre resultieren, beliefen sich die Einsparungen im Jahr 2008 auf insgesamt rund 148 Millionen Tonnen – so viel wie die Megacities New York, London und Hongkong zusammen an CO2 jährlich ausstoßen. Diese kumulierten jährlichen CO2-Einsparungen sollen im Jahr 2011 bei rund 275 Millionen Tonnen liegen. Das entspricht etwa dem heutigen gesamten CO2-Ausstoß der sechs Weltstädte London, New York, Tokio, Singapur, Hongkong und Rom.
Ein besonders starkes Wachstum verzeichnete die Windenergie. Allein im Geschäftsjahr 2008 errichtete der Sector Energy etwa 560 neue Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1.200 Megawatt. Die installierte Basis wuchs damit um fast 20 Prozent auf 7.200 Megawatt. Dies vermeidet jährlich etwa zehn Millionen Tonnen CO2. So ging zum Beispiel der Windpark Lillgrund im Öresund zwischen Malmö und Kopenhagen im Juni offiziell in Betrieb. Er ist der größte Offshore-Windpark Schwedens. Siemens Energy hat hier erstmals die Windturbinen wie auch die Infrastruktur für die Netzanbindung realisiert. Die 48 Windenergieanlagen mit je 2,3 Megawatt (MW) kommen auf 110 Megawatt Gesamtleistung; das ist genug Strom für 60.000 Haushalte. Ein vor Ort im Meer befindliches Umspannwerk bündelt die erzeugte Energie und speist den Strom in das schwedische Stromnetz ein.
Hintergrund Umweltportfolio:
Zum Umweltportfolio gehören Siemens-Lösungen aus nahezu allen relevanten Feldern der Erzeugung, Übertragung und Nutzung von Energie – ob bei Gebäuden, Licht, im Verkehr oder in der Industrie – sowie weitere Umwelttechnologien. Nahezu alle Divisionen aus den drei Sektoren Industry, Energy und Healthcare tragen dazu bei. Die größten Beiträge bezüglich CO2-Einsparung liefern das Geschäft mit hocheffizienten Gasturbinen, die energieeffiziente Beleuchtung, die Erneuerung älterer Kraftwerke, Windkraftanlagen und umweltfreundliche Züge.
Damit sich ein Produkt für das Siemens-Umweltportfolio qualifiziert und in die Berechnung eingeht, muss es zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen oder als Umwelttechnologie zur Luft- und Wasserreinhaltung dienen. Das trifft uneingeschränkt auf alle Produkte der erneuerbaren Energien zu. Das CO2-Minderungspotenzial anderer Produkte wird über Referenzgrößen ermittelt. So berechnet sich das Einsparpotenzial der derzeit modernsten und effizientesten Gasturbinenkraftwerke über einen Emissionsvergleich je erzeugter Kilowattstunde Strom mit dem weltweiten Durchschnittswert aller Kraftwerke. Ebenso wird etwa der Beitrag von Leuchtdioden oder Energiesparlampen ermittelt. Lösungen zur Nachrüstung veralteter Kohlekraftwerke sind ebenfalls Bestandteil des Umweltportfolios, da eine Wirkungsgradsteigerung ein erhebliches Potenzial der CO2-Minderung zu vergleichsweise geringen Kosten erschließt. Auch das Einsparpotenzial bei der Energieoptimierung von Gebäuden errechnet sich durch einen Vorher-Nachher-Vergleich.
Das Umweltportfolio wird regelmäßig weiterentwickelt und erweitert. Auch die Umsätze und die CO2-Einsparungen des Portfolios für 2008 wird die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers überprüfen. Grundlage dieser Prüfung sind die Kriterien der Treibhausgasprotokoll-Initiative des World Business Council for Sustainable Development und des World Resource Institutes.
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Rund 430.000 Mitarbeiter (fortgeführte Aktivitäten) entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen nach IFRS einen Umsatz von 77,3 Mrd. EUR und einen Gewinn nach Steuern von 5,9 Mrd. EUR. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von Siemens. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des Siemens-Konzerns wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen. Für uns ergeben sich solche Ungewissheiten, neben anderen, insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen), Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen (credit spreads) sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiterem Verfall der Kapitalmärkte; Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft und insbesondere die zunehmenden Unsicherheiten, die aus der Hypotheken-, Finanzmarkt- und Liquiditätskrise entstehen sowie der zukünftige, wirtschaftliche Erfolg der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind, zu denen, ohne Einschränkungen, der Industry, Energy und Healthcare Sector gehören; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen; fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen des Siemens-Konzerns; Änderungen in der Geschäftsstrategie; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten, insbesondere den Korruptionsuntersuchungen, denen wir derzeit in Deutschland, in den USA und anderswo unterliegen; der potenziellen Auswirkung dieser Untersuchungen und Verfahren auf unser laufendes Geschäft, einschließlich unserer Beziehungen zu Regierungen und anderen Kunden; der potenziellen Auswirkungen solcher Angelegenheiten auf unsere Abschlüsse sowie verschiedener anderer Faktoren. Detailliertere Informationen über unsere Risikofaktoren sind diesem Bericht und den Berichten zu entnehmen, die Siemens bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht hat und die auf der Siemens-Website unter www.siemens.com und auf der Website der SEC unter www.sec.gov abrufbar sind. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, angestrebte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
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