Siemens AG
München, 27.Januar 2009
Siemens ist trotz des schwierigen Marktumfelds gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz stieg im ersten Quartal, das am 31. Dezember 2008 endete, um sieben Prozent auf 19,634 Mrd. EUR. Der Auftragseingang lag mit 22,220 Mrd. EUR weiter klar über dem Umsatz, sank aber im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahresquartals um acht Prozent. Damit hat sich Siemens deutlich besser als die meisten Wettbewerber behauptet. Das Ergebnis der Sektoren kletterte um 20 Prozent auf 2,005 Mrd. EUR und der Gewinn nach Steuern lag im ersten Quartal bei 1,230 Mrd. EUR. Siemens hält trotz des schwierigen Umfelds an seinen Ergebniszielen für das Geschäftsjahr 2009 fest.
„Siemens ist ein guter Start ins neue Geschäftsjahr gelungen“, sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. „Wir haben beim Auftragseingang besser abgeschnitten als die meisten unserer Wettbewerber. Unser Umsatz legte kräftig zu. Der Auftragseingang lag weiterhin über dem Umsatz. Wir haben den Vorjahreswert beim Ergebnis der Sektoren deutlich übertroffen. Deshalb halten wir an den Gewinnzielen für 2009 fest. Deren Erreichung ist heute allerdings noch ambitionierter geworden. Wir werden uns das jedes Quartal sehr genau ansehen. Siemens geht mit Selbstvertrauen, Kraft und Entschlossenheit durch das Jahr 2009.“
Umsatz und Ergebnis legen zu – Auftragseingang liegt weiter klar über Umsatz
Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 19,634 Mrd. EUR und lag damit sieben Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Stark gestützt wurde das Umsatzwachstum dabei vom hohen Auftragszuwachs in den vergangenen zwei Geschäftsjahren. In allen drei Sektoren kletterte der Umsatz, angeführt von zweistelligen Wachstumsraten im Energy-Sektor. Auch der Healthcare-Sektor legte inklusive des in der Diagnostik-Sparte neu hinzu gekommenen Volumens aus der Übernahme von Dade Behring zweistellig zu. Alle drei Berichtsregionen von Siemens trugen zum Umsatzwachstum bei, wobei sich die Regionen Amerika und Asien/Australien besonders stark zeigten.
In einem Umfeld von langsamerem weltweitem Wachstum und der globalen Finanzkrise spürte Siemens vor allem in seinen von kurzen Zyklen bestimmten Geschäften eine schwächere Nachfrage. Einem Auftragszuwachs von drei Prozent im Healthcare-Sektor standen Auftragsrückgänge in den Sektoren Industry und Energy gegenüber. Alle Regionen wiesen geringere Auftragseingänge aus. In Deutschland profitierte der Auftragseingang jedoch von einem Großauftrag der Division Mobility für ICE-Züge und stieg um 12 Prozent.
Ergebnis der Sektoren steigt deutlich – Compliance-Aufwendungen sinken
Das Ergebnis der Sektoren stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 2,005 Mrd. EUR. Energy konnte sein Ergebnis mehr als verdoppeln und erzielte damit das größte Ergebniswachstum aller Sektoren. Healthcare steigerte sowohl Umsatz als auch Ergebnis. Industry steuerte absolut den größten Beitrag zum Ergebnis der Sektoren bei, verzeichnete aber im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang. Dies lag hauptsächlich am Rückgang im Geschäft mit Industrieautomatisierung.
Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten stieg im Vorjahresvergleich um 17 Prozent auf 1,260 Mrd. EUR. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf fortgeführter Basis auf 1,43 (i. V. 1,14) EUR. Hauptgrund für diese Verbesserungen war das im Vorjahresvergleich gestiegene Ergebnis der Sektoren. Die Aufwendungen für externe Berater, die Siemens für Untersuchungen von rechtlichen und behördlichen Themen beauftragt hatte, beliefen sich im ersten Quartal auf insgesamt 50 Mio. EUR, nach 89 Mio. EUR im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2008.
Der Gewinn nach Steuern betrug im ersten Quartal 1,230 Mrd. EUR, das Ergebnis je Aktie lag bei 1,40 EUR. Ein Jahr zuvor beliefen sich der Gewinn nach Steuern und das Ergebnis je Aktie auf 6,475 Mrd. EUR bzw. 7,04 EUR. Die Vorjahreswerte enthalten einen Ertrag von rund 5,4 Mrd. EUR, der hauptsächlich aus dem Verkauf von Siemens VDO Automotive resultierte.
Siemens hält an Ergebniszielen für das Geschäftsjahr 2009 fest
Die Erreichung der bereits bekannt gegebenen Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2009 ist aufgrund des Marktumfelds noch ambitionierter geworden. Das Ergebnis der Sektoren soll 8,0 bis 8,5 Mrd. EUR betragen, vorausgesetzt es kommt auf Seiten der Kunden nicht zu wesentlichen Verzögerungen oder Stornierungen von Großprojekten und die Preise werden durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld nicht noch weiter gedrückt. Dieser Ausblick berücksichtigt keine Ergebniseffekte, die aus rechtlichen und regulatorischen Themen entstehen könnten. Siemens wird, wie bisher, weiterhin die Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten und der Weltwirtschaft sowie deren Auswirkungen auf Siemens quartalsweise analysieren.
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Rund 430.000 Mitarbeiter (fortgeführte Aktivitäten) entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen nach IFRS einen Umsatz von 77,3 Mrd. EUR und einen Gewinn nach Steuern von 5,9 Mrd. EUR. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
Ab 7:45 Uhr MEZ wird die Pressekonferenz zu den Geschäftszahlen mit dem Vorsitzenden des Vorstands der Siemens AG, Peter Löscher, und dem Finanzvorstand der Siemens AG, Joe Kaeser, live als Videostream im Internet unter www.siemens.com/pressekonferenz übertragen. Dort können Sie im Anschluss eine Videoaufzeichnung der Pressekonferenz abrufen. Sie können zudem ab 08:45 Uhr MEZ live die Telefonkonferenz für Analysten und Investoren in Englisch mit Peter Löscher und Joe Kaeser unter www.siemens.com/analystconference verfolgen.
Zur Hauptversammlung übertragen wir heute ab 10:00 Uhr MEZ die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Gerhard Cromme und des Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher live aus der Münchener Olympiahalle im Internet unter www.siemens.com/pressekonferenz. Im Anschluss an die Live-Übertragung werden die Reden als Videoaufzeichnung zur Verfügung gestellt.
Dieses Dokument enthalt zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von Siemens. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des Siemens-Konzerns wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen. Für uns ergeben sich solche Ungewissheiten, neben anderen, insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession); der Gefahr, dass es auf Seiten von Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen (credit spreads) sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte; Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft und insbesondere der zunehmenden Unsicherheiten, die aus der Hypotheken-, Finanzmarkt- und Liquiditätskrise entstehen, sowie des zukünftigen, wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind, zu denen, ohne Einschränkungen, der Industry, Energy und Healthcare Sector gehören; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen; fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen des Siemens-Konzerns; Änderungen in der Geschäftsstrategie; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten, einschließlich der Korruptionsuntersuchungen, denen wir derzeit unterliegen sowie der Maßnahmen, die sich aus den Ergebnissen dieser Ermittlungen ergeben; der potenziellen Auswirkung dieser Untersuchungen und Verfahren auf unser laufendes Geschäft, einschließlich unserer Beziehungen zu Regierungen und anderen Kunden; der potenziellen Auswirkungen solcher Angelegenheiten auf unsere Abschlüsse sowie verschiedener anderer Faktoren. Detailliertere Informationen über unsere Risikofaktoren sind diesem Bericht und den Berichten zu entnehmen, die Siemens bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht hat und die auf der Siemens-Website unter www.siemens.com und auf der Website der SEC unter www.sec.gov abrufbar sind. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, angestrebte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
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