In vielen Ländern der Erde ist Siemens seit Jahrzehnten tätig. Unsere Regionalgesellschaften sind dort verwurzelt und Teil der Gesellschaft – ob in Europa, Amerika, Asien oder Afrika. Unser Erfolg verpflichtet uns, zur Entwicklung in den Regionen beizutragen und der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Dies tun wir kontinuierlich und auf vielfältige Weise mit Spenden, Sponsoring, Produkten und Know-how. Um diese Aktivitäten weltweit zu koordinieren und zu bündeln, haben wir im Jahr 2005 das Programm Siemens Caring Hands aufgelegt. Ein wichtiger Bestandteil ist das freiwillige Engagement unserer Mitarbeiter.
Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern bedarf es der Unterstützung starker Partner, um die Lebensbedingungen zu verbessern. Doch auch in den entwickelten Ländern ist das Engagement von Unternehmen gefragt, um Lücken in der Infrastruktur, in der Wohlfahrt oder im Bildungswesen auszugleichen. Im Rahmen von Siemens Caring Hands konzentrieren wir uns auf Projekte, in die wir unsere Erfahrungen und unsere Technologien in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Infrastruktur und Bildung einbringen können. Dabei geht es uns nicht nur darum, Lücken zu schließen, die der Staat lässt. Als guter Corporate Citizen, als guter Unternehmensbürger also, nehmen wir ganz bewusst Anteil am Leben unserer Mitbürger und gestalten die Gesellschaft mit.
Bei der Auswahl der Projekte, die wir im Rahmen von Siemens Caring Hands fördern, achten wir auf die Kriterien Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Langfristigkeit. Das heißt: Die von uns unterstützten Projekte sollen Lebensbedingungen dauerhaft und planvoll verbessern. Ihre Erfolgschancen sollen realistisch und ihre Maßnahmen und Ziele überprüfbar sein. Die ausgewählten Projekte und Kooperationspartner müssen gemeinnützig sein, Kindern, Jugendlichen oder gesellschaftlich benachteiligten Menschen zugute kommen und zu unserer Unternehmenskultur passen.
Auch unsere Mitarbeiter motivieren wir, sich in gemeinnützigen Projekten zu engagieren. Wir unterstützen sie dabei oftmals durch Geld- oder Sachmittel, die wir den von ihnen betreuten Projekten zukommen lassen, sowie durch Freistellung von der Arbeit. Wenn wir in einer Region Handlungsbedarf sehen, initiieren wir gemeinsam mit gemeinnützigen Organisationen selbst Projekte, die unseren Mitarbeitern vor Ort den Rahmen für freiwilligen Einsatz und Hilfe bieten (Corporate Volunteering).
Das interkulturelle Team von „InterGreat!“ hilft beim Begrünen eines Daches der Kinder- und Jugendfarm München, Juli 2008.
Damit der Einsatz und die Tatkraft unserer Mitarbeiter eine möglichst große Hilfe für die gemeinnützigen Einrichtungen darstellt, befähigen wir sie durch spezielle Weiterbildungsangebote wie beispielsweise Teambildungsseminare. Vom Engagement und dem darin erworbenen Know-how unserer Mitarbeiter profitieren wir auch selbst: Gemeinsam mit anderen Kollegen umgesetzte Volunteering-Projekte stärken den Teamgeist und fördern die Sozialkompetenz.
Schon ein kleiner Ausschnitt aus unseren Initiativen zeigt, wie sich Siemens-Mitarbeiter freiwillig für andere Menschen engagieren:
Im Spendenwesen (Social Giving) gilt unser Augenmerk jenen, die sonst nur wenig Hilfe bekommen und in Not und Armut leben. Das betrifft Kinder am meisten und damit unsere gemeinsame Zukunft. Mit Spenden schließen wir Lücken und tragen auch im eigenen Interesse zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei. Denn je größer das soziale Gefälle, desto instabiler und demokratieunfähiger kann eine Gesellschaft werden. Für langfristig erfolgreiche Geschäfte sind wir aber auf politisch stabile und verlässliche Strukturen angewiesen. Inhaltlich konzentrieren wir uns im Spendenwesen auf die Themenfelder Wasser und Gesundheit sowie Bildung und Integration und unterstützen sowohl durch finanzielle als auch durch technische Hilfe.
An unser Spendenwesen legen wir strenge Maßstäbe an, die weltweit gelten. mehr
Der Armutsbericht der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000 analysiert die Situation in Schwerpunktländern und legt Maßnahmen zur Verbesserung dar. Unsere Aktivitäten richten wir an den Millennium Development Goals der Vereinten Nationen aus.
Bildung ist eine zentrale Voraussetzung, das Leben der Menschen nachhaltig zu verbessern. Deshalb haben wir neben unserem Bildungsprogramm Siemens Generation21 speziell Angebote für sozial benachteiligte Menschen entwickelt. Das Spektrum unserer Bildungsaktivitäten reicht von Alphabetisierungsprogrammen bis zu Weiterbildungsangeboten für Ärzte, beispielsweise in China. Viele unserer Projekte zielen auch darauf ab, Menschen durch Wissen und Fertigkeiten für ein selbstbestimmtes und besseres Leben zu befähigen.
Wir unterstützen ausgewählte Hilfsorganisationen, treten als Sponsor sozial-gesellschaftlicher Projekte auf oder fördern gemeinnützige Stiftungen. Wenn wir solche Partnerschaften eingehen, achten wir immer darauf, dass sie langfristig Bestand haben können. Siemens pflegt Partnerschaften mit vielen international karitativ tätigen Organisationen.
Siemens und seine Mitarbeiter haben 100.000 Euro für die UNICEF-Aktion „Das Überlebenspaket“ in Sierra Leone gespendet. Copyright Bild: UNICEF
Verschiedene Projektbeispiele aus aller Welt:
Darüber hinaus fördert Siemens als Mitglied die Global Business Coalition on HIV/Aids und unterstützt darüber hinaus insbesondere in Südafrika mit eigenen Programmen die Bekämpfung von HIV/Aids.
Global Busines Coalition on HIV/Aids (in Englisch)
HIV/AIDS-Programm in Südafrika (in Englisch)
Naturkatastrophen nehmen zu: Wirbelstürme, Erdbeben und Überschwemmungen betreffen oftmals Regionen, in denen Siemens zu Hause ist. Schnelle und unbürokratische Hilfe für die Betroffenen ist uns deshalb eine Verpflichtung.
Die Aktivitäten der Siemens Katastrophenhilfe (Disaster Relief) untergliedern sich in drei Bereiche:
Bei Soforthilfe und Wiederaufbau unterstützen wir nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch durch Know-how und Produktspenden. Beispiele dafür sind mobile Röntgengeräte und Wasserfilter, die dann auch von unseren Mitarbeitern installiert werden. Siemens hat im Geschäftsjahr 2008 Wasserfilter nach Bangladesch, China und Myanmar geliefert. Mit diesen Aktivitäten nutzt Siemens seine Kompetenzen, um Schäden an Infrastrukturen zu reparieren und um Notpässe wie den Mangel an Trinkwasser zu überbrücken.
Für die rasche Bereitstellung von Produkten und finanzieller Unterstützung haben wir einen Organisationsprozess ausgearbeitet, der sich schon vielfach bewährt hat. Bei größeren Katastrophen beurteilen Siemens Experten vor Ort, wie am besten zu helfen ist. Je nach Ausmaß und Art der Katastrophe wählen wir die geeignete Unterstützung aus:
Die Entscheidung für einen weltweiten Spendenaufruf trifft der Siemens Vorstand. Weitere Entscheidungen werden in enger Abstimmung mit der Regionalgesellschaft im betroffenen Land getroffen.
Im Falle von Naturkatastrophen hilft Siemens mit Geld- und Sachspenden sowie technischem Know-How.