Im Mai 2008 erlebten unzählige Menschen in China schwere Erdbeben, in Myanmar wurden weite Regionen von einem Wirbelsturm verwüstet. In Südchina und auch im angrenzenden Myanmar stürzten Häuser ein, Menschen wurden unter Trümmern begraben. Die Katastrophen kosteten zehntausende Menschen das Leben und machten Hunderttausende obdachlos. Siemens hat mit Geld- und Sachspenden einen Beitrag zur Katastrophenhilfe geleistet. Siemens-Mitarbeiter halfen ebenfalls mit Spenden und tatkräftiger Unterstützung.
Allein in China fielen dem Erdbeben Schätzungen zufolge mehr als 50.000 Menschen zum Opfer, 245.000 wurden verletzt. Über 4,8 Millionen Menschen haben durch das schlimmste Erdbeben seit drei Jahrzehnten ihre Bleibe verloren. Auch im angrenzenden Myanmar wurden ganze Landesteile verwüstet. Durch den Zyklon Nargis verloren bis zu 100.000 Menschen das Leben.
Der Healthcare Sector in China stellte die dringend benötigte Diagnoseausrüstung zur Verfügung und richtete zusätzlich eine rund um die Uhr verfügbare „Emergency Task Force“ ein, die den Betrieb der medizinischen Geräte von Siemens, aber auch von anderen Herstellern, in den Krankenhäusern der betroffenen Regionen fernüberwacht.
Im Rahmen des Caring Hands Programms für soziale Hilfsleistungen spendete Siemens außerdem 15 SkyHydrant Wasserfilter. Diese auf Siemens-Technologie basierenden Wasseraufbereitungssysteme sind robust, zuverlässig, leicht zu bedienen und wartungsarm. Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres geringen Gewichts können sie problemlos in entlegene Gebiete transportiert und dort installiert werden. Ein Gerät kann täglich bis zu 10.000 Liter Trinkwasser von Krankheitserregern und Verunreinigungen reinigen.
| Tele Diagnostiksysteme für Erdbebenregion |
|---|
| Um den Opfern des Erdbebens medizinisch helfen zu können, richtete Siemens Healthcare China am 18. Mai ein Tele-Diagnostiksystem in der Provinz Sichuan ein. Dieses System, das durch die Zusammenarbeit mit dem Huaxi Hospital, dem Huaxi Public Medical Information Service Co. Ltd. und der Chengdu Telecom möglich gemacht wurde, verbindet das Krankenhaus in der Hauptstadt Sichuan mit dem Krankenhaus in Mianzhu City. Mianzhu City liegt 70 Kilometer von Chengdu entfernt im Zentrum der vom Erdbeben betroffenen Region. So können beispielsweise Röntgenaufnahmen, die im Erdbebengebiet gemacht werden, in Krankenhäusern von Sichuan ausgewertet werden. |
Überall in China und in mehr als 20 anderen Regionalgesellschaften liefen und laufen Mitarbeiterspendenaktionen für China und Myanmar. Innerhalb von nur zwei Tagen konnten in den Büros in Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzen beinahe 50.000 Euro gesammelt werden. Am Tag nach dem Erdbeben spendete Siemens China rund 185.000 Euro an das chinesische Rote Kreuz. Für die Soforthilfe in Myanmar spendete Siemens an das Rote Kreuz und UNICEF.
Für das Sammeln und Verwalten von Spenden hat Siemens in Deutschland den unabhängigen Caring Hands e.V. gegründet. Bei zahlreichen Regionalgesellschaften existieren ähnliche Einrichtungen.
Nach schweren Naturkatastrophen hilft Siemens mit finanziellen Spenden und technischer Unterstützung sowohl in der Soforthilfe als auch in Wiederaufbauprojekten. Um Sachspenden und finanzielle Hilfe rasch bereitstellen zu können, haben wir einen Organisationsprozess ausgearbeitet, der sich schon vielfach bewährt hat. Dabei beurteilen Siemens-Experten vor Ort in enger Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, wie am besten zu helfen ist.