Im gesamten sozialen Engagement von Siemens Südafrika ist Youthspace das Schwerpunktprojekt. Bisher umfasst es fünf Heime, in denen zwischen 40 und 50 Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen ein neues Zuhause gefunden haben. Neben Schutz und Verpflegung bekommen sie hier auch Liebe und Zuwendung – und die Schulbildung, die ihnen eine Zukunft ermöglicht.
Plötzlich rennen drei Jungen aus dem Haus. Einer von ihnen wirft einen Ball und trifft damit fast einen älteren Mann, der gerade vorbeigeht. Sogleich kommt eine Frau aus dem Haus gelaufen und schimpft mit dem Missetäter. Er lacht und schmiegt sich dann dicht an sie. Was hier nach normaler Vertrautheit aussieht, ist in Wirklichkeit etwas völlig Neues für den kleinen Jungen: Jemanden zu haben, der sich um ihn kümmert und an den er sich anlehnen kann – und ein Zuhause. Noch vor kurzer Zeit lebte er, wie auch die anderen beiden Jungen, in extrem schwierigen Verhältnissen.
Neben den Hausaufgaben stehen in den Youthspace-Heimen natürlich auch Freizeitaktivitäten wie Fußball und Netzball auf dem Programm.
Durch das Youthspace-Projekt, das mittlerweile seit elf Jahren von Siemens in fünf südafrikanischen Großstädten betrieben wird, haben er und viele andere Kinder nun ein Zuhause gefunden. „Hier im Youthspace-Haus können wir das Leben der Kinder wirklich zum Positiven verändern“, erklärt Nelly, Hausmutter des Youthspace-Heims in Mayfair, einem Vorort von Johannesburg. „Dank Siemens haben wir hier alles, was wir brauchen. Die Kinder stammen alle aus sehr schwierigen Verhältnissen, aber hier können sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen und sich endlich eine Zukunft aufbauen. Sie bekommen von uns regelmäßige Mahlzeiten und werden zur Schule geschickt, und viele von Ihnen haben hier zum ersten Mal in ihrem Leben eigenes Spielzeug.“
Hausaufgaben müssen sein. Aber zu zweit und am Computer sind sie nur halb so schwer.
Siemens ist bereits seit 1896 in Südafrika präsent und weiß, dass das Unternehmen nur Erfolg haben kann, wenn es in einem stabilen und erfolgreichen Umfeld agiert. Deshalb gehört es zur Unternehmensphilosophie, den Menschen im Land zu den Voraussetzungen zu verhelfen, die sie für ein erfolgreiches Leben benötigen. Das bedeutet für Siemens unter anderem, Kindern und Jugendlichen Schutz und Unterstützung zu bieten, die in einem Umfeld aufwachsen mussten, in dem Armut, Gewalt und Vernachlässigung den Alltag bestimmen, und die besonders anfällig für Drogen- und Alkoholmissbrauch sind. Ziel ist es, diese Kinder in die Gesellschaft einzugliedern. Dafür reicht es nicht aus, sie nur mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen – sie benötigen eine Schul- und Berufsausbildung, um sich als Erwachsene in der Gesellschaft behaupten zu können.
Siemens betreibt zurzeit fünf Heime in Mayfair (Johannesburg), Soweto, Port Elizabeth, Kapstadt und Durban. Die Youthspace-Heime werden vom Unternehmen, der Geschäftsführung, den Mitarbeitern und Hilfsorganisationen unterstützt.
Lesen Sie dazu auch das Interview der Leiterin der Youthspace-Programms, Emily Molefe.