Lernen ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen und Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. In vielen Ländern können Kinder und Jugendliche jedoch keine ihnen gemäße Ausbildung durchlaufen. Und selbst in den Industrienationen decken die staatlichen Schulsysteme nicht alle Wissensbereiche umfassend ab. Hier wie dort ist zukunftsorientierte Bildung eine gesellschaftliche Aufgabe, für die wir uns als Corporate Citizen mitverantwortlich fühlen: Mit dem Bildungsprogramm Siemens Generation21 helfen wir Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrkräften, in Naturwissenschaft und Technik auf dem laufenden zu bleiben. Wir wollen damit junge Menschen für technische Berufe begeistern und ihnen bereits frühzeitig wichtige Schlüsselqualifikationen für ihr späteres Leben vermitteln.
Mit unseren Bildungsprogrammen fördern wir frühzeitig junge Talente in Naturwissenschaften und Technik.
Mit Siemens Generation21 haben wir ein umfangreiches und langfristiges Bildungsprogramm für begabte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt. Während wesentliche, früher auf Konzernebene wahrgenommene Aktivitäten im Vorschulbereich auf die jüngst gegründete Siemens Stiftung übergegangen sind, beziehen sich unsere Bildungsprojekte hauptsächlich auf die Schul- und Hochschulausbildung. Unsere Regionalgesellschaften sind auf beiden Gebieten besonders aktiv, auf Konzernebene konzentrieren wir uns heute auf den Hochschulbereich.
Die wirtschaftliche Zukunft einer Gesellschaft beruht in hohem Maße auf der Qualität der technisch-naturwissenschaftlichen Hochschulausbildung. Dies gilt besonders für Länder, die ihren Wohlstand nicht auf Bodenschätze oder Tourismus gründen können. Damit gerade solche Staaten, zu denen auch Deutschland gehört, ihr Potenzial an begabten jungen Menschen ausschöpfen können, müssen sich auch Unternehmen als zukünftige Arbeitgeber engagieren. Wir arbeiten deshalb mit zahlreichen Universitäten in aller Welt zusammen und wollen im Rahmen von Siemens Generation21 einen Beitrag dazu leisten, Begabungen zu entdecken und zu fördern.
In enger Kooperation mit vielen Universitäten fördern wir das Interesse junger Menschen an technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen.
Weltweit haben 36 Prozent unserer Mitarbeiter einen Hochschulabschluss; mit über 600 Hochschulen pflegen wir Kontakte und haben insgesamt mehrere Tausend Forschungskooperationen. Unser Engagement an Universitäten ist vielfältig. Wir fördern das Interesse an technisch-naturwissenschaftlichen Studien, leisten materielle Unterstützung, setzen uns in der Öffentlichkeit für die Bedeutung der Bildung ein und bringen Siemens Know-how an die Hochschulen.
Besonders erwähnenswert sind dabei die Siemens Center of Knowledge Interchange (CKI) an weltweit renommierten Universitäten, mit dem Ziel, gemeinsam langfristig Forschung und Talente zu fördern.
Mit den Hochschulprojekten unseres Förderprogramms Siemens Generation21 richten wir uns an qualifizierte Studierende in Naturwissenschaften und Technik:
Universitäten müssen heute international orientiert ausbilden, für die Studierenden ist der frühzeitige Kontakt mit ausländischen Kommilitonen und Spitzenwissenschaftlern ein wichtiger Schritt zum Aufbau eigener Netzwerke. Deshalb lädt Siemens jährlich ausgesuchte Studenten und junge Spitzenwissenschaftler aus aller Welt zum Treffen der Nobelpreisträger in Lindau ein. Das eröffnet den Studenten die Gelegenheit, persönlich mit den Nobelpreisträgern zu diskutieren und Kontakte mit anderen jungen Forschern zu knüpfen.
Siemens entwickelt seine Förderprogramme gemäß dem Bedarf derer, die davon profitieren sollen. So sehen wir uns in den verschiedenen Ländern, in denen wir tätig sind, vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt. In Gesellschaften beispielsweise, in denen ethnische Gruppierungen besondere Schwierigkeiten beim Bildungszugang haben, helfen wir gezielt.
Daher unterstützt Siemens z. B. in den USA die Organisationen National Action Council for Minorities in Engineering (NACME) und Inroads, die sich für eine qualifizierte Ausbildung von Angehörigen von Minderheiten engagieren.
Außerdem ermutigt Siemens über die Teacher Scholarship Initiative in den USA Studenten, die einer Minderheit angehören, durch finanzielle Unterstützung dazu, Lehrberufe in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften zu ergreifen.
In Deutschland dagegen ist es besonders wichtig, Frauen in technischen Studiengängen zu fördern. Mit seinem Mentoring-Programm Young Ladies' Network of Technology (YOLANTE) beispielsweise wirkt das Unternehmen dem in Deutschland stark unterrepräsentierten Anteil von Frauen in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen entgegen. Wir begleiten jährlich 100 junge Frauen durch ihr technisch/naturwissenschaftliches Studium und bieten ihnen – wie grundsätzlich allen Studierenden – die Möglichkeit, durch ein Praktikum erste Praxiserfahrungen zu sammeln.
Hier sind einige Beispiele für Projekte aus aller Welt, die Siemens entwickelt hat oder unterstützt: