Siemens gibt Antworten auf die wichtigen Fragen unserer Zeit. Beteiligt daran sind unzählige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht nur technische Herausforderungen meistern, sondern in vielen Projekten auch wichtige und dauerhafte Beiträge zur Lösungen gesellschaftlicher Probleme erarbeiten. Um Mitarbeiter und Teams auszuzeichnen, die die Verantwortung von Siemens für Umwelt und Gesellschaft in besonderer Weise deutlich machen, wird der Siemens Responsibility Award verliehen.
An dem 2007 erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb, der die Lösung gesellschaftlicher Probleme zum Schwerpunkt hatte, beteiligten sich bereits im ersten Jahr 182 Teams aus 35 Ländern – ein deutliches Zeichen für das große gesellschaftliche Engagement der Siemens-Mitarbeiter in aller Welt. Die eingereichten Projekte zeugen von großem Ideenreichtum sowie von einem enormen sozialen und geschäftlichen Potenzial. Länder- und themenübergreifend haben die Teams in unterschiedlichen Ansätzen Siemens-Lösungen, Know-how, Netzwerke und Partnerschaften zur Entwicklung praktikabler Lösungen und Maßnahmen genutzt.
Entsprechend der unterschiedlichen Gegebenheiten in den Ländern, in denen Siemens tätig ist, sind auch die Themen, für die sich die Mitarbeiter einsetzen, breit gefächert. Sie reichen von direkten Hilfestellungen für Menschen aus der Umgebung der Siemens-Standorte bis hin zur Entwicklung von zukunftsweisenden Umwelttechnologien.
Fünf der für den Siemens Corporate Responsibility Award 2007 eingereichten Projekte haben es in die letzte und entscheidende Runde geschafft. Aus ihnen wählte die Jury das Siegerteam aus. Es erhielt die Auszeichnung aus der Hand von Siemens CEO Peter Löscher, der in seiner Rede die tiefe Verwurzelung der Corporate Responsibility im Unternehmen bestätigte. Das siegreiche Team erhielt ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro, die Aktivitäten der vier weiteren Finalistenteams werden mit jeweils 10.000 Euro unterstützt. Damit sollen die Projekte fortgeführt und weiterentwickelt werden.
Ein Team von Siemens-Mitarbeitern und -Partnern arbeitet in einem von der EU-unterstützten Projekt am Aufbau einer Europa-weiten Informationsplattform für die Kinderheilkunde. Sie dient Kliniken, Forschungsinstituten und Unternehmen dazu, ihr diagnostisches und therapeutisches Wissen miteinander zu teilen.
Da sich Krankheiten bei Kindern anders entwickeln als bei Erwachsenen, ist zusätzlicher Forschungsaufwand notwendig, um zu geeigneten Behandlungsmethoden zu kommen. Dies beruht im Wesentlichen darauf, dass viele Krankheiten bei Kindern ziemlich selten auftreten und dass die Umstände, unter denen sie sich entwickeln, stark von einander abweichen.
Die Professoren Giacomo Pongiglione (links) und Alberto Martini aus Genua haben sich dem Kampf gegen Rheuma bei Kindern verschrieben.
Siemens Medical Solutions baut auf seinen innovativen Technologien auf, um die Forschung im Bereich der Kinderheilkunde zu unterstützen. Ein Team aus Mitarbeitern und Partnern hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein internetbasiertes Informationsnetzwerk auzubauen, auf dem Kliniken, Forschungsinstitute und Unternehmen diagnostisches und therapeutisches Wissen miteinander teilen können. Das Team verfolgt damit das Ziel, die ärztliche Versorgung von Kindern, besonders bei seltenen Krankheiten, langfristig zu verbessern.
Das engagierte Team konnte bereits erste Erfolge beim Aufbau der Wissensplattform erzielen: Unter seiner Leitung wurde sie in mehreren Krankenhäusern, Universitäten und medizinischen Instituten installiert, die am Projekt beteiligt sind. Sie bietet so interdisziplinären Teams aus dem technischen und dem klinischen Bereich die Möglichkeit, eng miteinander zu kooperieren. Die Zusammenarbeit konzentriert sich zunächst auf die Erforschung von Hirntumoren, Arthritis und Herzerkrankungen.
Ein weiterer Schwerpunkt von Health-e-Child liegt in der interdisziplinären Schulung von Ärzten, um das Wissen auch über den Teilnehmerkreis des Projekts hinaus zu vermitteln. So ist beispielsweise eine Reihe von Kursen zu Krankheiten geplant, die hauptsächlich bei Kindern auftreten. Der erste Kurs zur Genetik von entzündlichen Erkrankungen bei Kindern wurde bereits in Bologna, Italien, durchgeführt.
Die Pläne der Beteiligten sehen vor, die Informationsplattform zu einem weltweiten Netzwerk auszubauen, zu dem auch Krankenhäuser in entlegenen Gebieten Zugang erhalten. Siemens hat die Leitung des Projekts übernommen, das durch das 6. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung der Europäischen Union unterstützt wird.
In der Vergangenheit erfüllte die Ingenieursausbildung in Mexiko nicht die Anforderungen, um mit der weltweiten Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie mithalten zu können. In Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und Universitäten gelang es Siemens VDO, die Rahmenbedingungen für die Ingenieursausbildung im Land deutlich zu verbessern. Damit kann der Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren in Zukunft besser befriedigt werden.
Derzeit verzeichnet Mexiko die beste wirtschaftliche Entwicklung in ganz Latein Amerika. Die mexikanische Wirtschaft ist geprägt durch eine verstärkte Industrialisierung, in der sich die Automobilindustrie als wichtigster Motor erweist: Die Branche erwirtschaftet 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und hat 21,9 Prozent Anteil am Export.
Die Ingenieursausbildung in Mexiko konnte dank einer Initiative der ehemaligen Siemens-Gesellschaft Siemens VDO wesentlich verbessert werden.
Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Wirtschaft eines Landes im globalen Wettbewerb bestehen kann, sind gut ausgebildete Fachkräfte. Und auch für Unternehmen sind die Fähigkeiten der Mitarbeiter ein Schlüssel zu dauerhaftem wirtschaftlichen Erfolg. In der Vergangenheit erfüllte die Ingenieursausbildung in Mexiko allerdings nicht die Anforderungen, um mit der weltweiten Forschung und Entwicklung mithalten zu können: Der zu geringe Praxisbezug und die zu lange Ausbildungszeit machten ein Ingenieursstudium wenig attraktiv.
Das bekam auch Siemens VDO zu spüren: Das Unternehmen produziert mit 3.018 Mitarbeitern in seinem Werk in Guadalajara und ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Da es der bestehenden Berufsbildung aber an praktischer Ausbildung mangelt, müssen neu eingestellte Ingenieure ein einjähriges zusätzliches Training im Unternehmen durchlaufen, bevor sie die ihnen gestellten Aufgaben – vor allem in der Forschung und Entwicklung – übernehmen können. Siemens VDO verfolgt daher das Ziel, die Berufsbildung für Ingenieure zu verbessern und die Zeit des zusätzlichen Trainings zu verkürzen.
Dazu haben sich Fachleute des Unternehmens mit Vertretern der Regierung, der Handelskammer, von Universitäten und weiteren Unternehmen der Autozulieferindustrie zusammengeschlossen und ein Konzept für eine bessere Ingenieursausbildung entwickelt. Es beruht auf drei Säulen: Einem theoretischen Teil mit drei Ausbildungsprogrammen in der Elektronik, einem praktischen Teil im Trainingslabor der Universität, das von Siemens ausgestattet wurde, sowie einem Praktikum im Unternehmen.
Dieses Konzept verbessert die Rahmenbedingungen für die Ingenieursausbildung im Land deutlich und wurde von der gesamten Zulieferindustrie übernommen. Darüber hinaus wurde es in das Programm der mexikanischen Regierung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit aufgenommen. Es hat damit landesweiten Einfluss.
Einem Freiwilligenteam von Siemens Medical Solutions in den USA gelang es in enger Partnerschaft mit der renommierten Wohltätigkeitsorganisation United Way allein im Jahr 2006 die Rekordsumme von 705.993 US-Dollar für wohltätige Zwecke zu sammeln – ein Betrag, der den Erfolg der Zusammenarbeit belegt und auf den die Beteiligten zu Recht stolz sind.
Die Gemeinschaften zu stärken, in denen Siemens-Mitarbeiter leben und arbeiten – das ist das Ziel des zum Siemens Corporate Responsibility Award 2007 eingereichten Projekts eines Mitarbeiterteams von Siemens Medical Solutions in den USA. Das Team hat sich dieser Aufgabe vor einem ernsten Hintergrund gestellt: Zwölf Prozent aller US-Bürger leben unterhalb der Armutsgrenze, 47 Millionen Amerikaner können sich keine Krankenversicherung leisten.
Bei der Bewältigung der riesigen Aufgabe, das Leben vieler Mitbürger zu verbessern, konnte das Projektteam auf guten Voraussetzungen aufbauen: Mit 15,000 Mitarbeitern verfügt Siemens Medical Solutions in den USA über ein großes Potenzial an freiwilligen Helfern und im Unternehmen gibt es bereits eine lange Tradition der Freiwilligenarbeit.
Hier setzte die Arbeit des Projektteams in Kooperation mit der großen US-weit tätigen Hilfsorganisation United Way und unter dem Dach des Siemens-weiten sozialen Hilfsprogramms Caring Hands an: Das Team baute auf einem bereits bestehenden Unternehmens-weiten Netzwerk auf, um die Wirkungskraft vieler einzelner Programme zu verstärken. Die Idee: Gewachsene Synergien nutzen und ausbauen sowie möglichst viele Mitarbeiter dazu animieren, an der jährlichen Charity-Kampagne teilzunehmen.
Um dies zu bewerkstelligen, setzte das Team eine ganze Reihe von Maßnahmen auf: Es verstärkte das Netzwerk der Kampagnen-Koordinatoren und versorgte sie regelmäßig mit Informationen. Es nutzte alle zur Verfügung stehenden internen Medien, um die Mitarbeiter zu erreichen und für die Teilnahmen an der Charity-Kampagne zu begeistern. Es schuf einfache Spendenmöglichkeiten wie Online-Registrierung und automatische Abbuchung der Spendensumme und es entwickelte eine breite Palette an Möglichkeiten aktiv mitzuwirken oder zu spenden.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Die Mitarbeiter von Siemens Medical Solutions spendeten 2007 die Rekordsumme von 705.993 US-Dollar, die in Projekte von Hilfs- und Gesundheitsorganisationen in 47 US-Staaten flossen. 2.571 Mitarbeiter registrierten sich für die regelmäßige Abbuchung von Spenden, und 271 Spender konnten neu gewonnen werden. 2.022 Mitarbeiter nahmen aktiv an Spendenaktionen wie den „Days of Caring“, „Sponsor a Child“ oder „Breast Cancer Walk“ teil.
Es war die große Leistung des Projektteams, so viele Mitarbeiter zu mobilisieren. Der Erfolg beruhte hauptsächlich auf dem ständig wachsenden Netzwerk von Freiwilligen, der regelmäßigen Schulung von Koordinatoren und der kontinuierlichen Berichterstattung in den internen Medien.