Siemens gibt Antworten auf die wichtigen Fragen unserer Zeit. Beteiligt daran sind unzählige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht nur technische Herausforderungen meistern, sondern in vielen Projekten auch wichtige und dauerhafte Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme erarbeiten. Um Mitarbeiter und Teams auszuzeichnen, die die gemeinsame Verantwortung von Siemens für Umwelt, Gesellschaft und Geschäftserfolg in herausragender Weise deutlich machen, veranstaltet das Unternehmen seit 2007 einen firmeneigenen internationalen Wettbewerb für Corporate Responsibility.
2008 ist Siemens bei seinem Corporate Responsibility Award einen Schritt weiter als 2007 gegangen und hat das Thema der unternehmerischen Verantwortung mit dem Blick auf die Entwicklungsländer und die Entwicklungsziele – die Millennium Development Goals – der Vereinten Nationen verdichtet. Gesucht wurde das Projekt, das am besten dazu beiträgt, die Entwicklungsländer wirtschaftlich und gesellschaftlich zu fördern und gleichzeitig den Geschäftserfolg von Siemens nachhaltig zu steigern.
2008 haben wir die Zahl der Beiträge, die es in die Endauswertung geschafft haben, grundsätzlich auf drei begrenzt. Der Sieger, das OSRAM-Projekt "Energie für alle", wurde Mitte Oktober auf einer Tagung des internationalen Siemens-Top-Managements bekannt gegeben.
Das Siegerteam von OSRAM hat mit einem Pilotprojekt in Kenia ein profitables Geschäftsmodell entwickelt, um umweltschonend elektrischen Strom in Gegenden ohne geeignete Infrastruktur zu bringen: Solar-betriebene Stationen zum Aufladen von Batterien liefern die Energie für Lampen und andere Elektrogeräte. Und da sich mit elektrischem Strom auch das in vielen entlegenen Gebieten rare Trinkwasser bereitstellen lässt, wird dies von den Solar-Stationen gleich mitgeliefert.
Umeme Kwa Wote - Energie für alle (im Kapitel "Nachhaltige Entwicklung")
Ein Team von Siemens Indien bringt mit Kliniken auf Rädern medizinische Grundversorgung zu Menschen, die dafür sonst viele Kilometer zu Fuß gehen müssten. Die Fahrzeuge haben nicht nur technische Geräte an Bord, beispielsweise für Röntgen-, Ultraschall-, Mammographie-und EKG-Untersuchungen, sondern sie sind auch für die Gesundheitserziehung vor Ort ausgerüstet.
Eine der "Sanjeevan Mobile Clinics". Die Menschen, die in dieser fahrenden Klinik medizinisch versorgt werden, müssten sonst für eine Behandlung viele Kilometer zu Fuß gehen.
Sanjeevan Mobile Clinics, Indien (im Kapitel "Nachhaltige Entwicklung")
In China entwickelt ein Siemens-Team ein Modell zur Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten, wo medizinische Einrichtungen oft hoffnungslos veraltet sind und das medizinische Personal schlecht ausgebildet ist. Damit beweist das Team die Fähigkeit unseres Unternehmens, äußerst kostengünstige Lösungen zu liefern, die besonders auf den Bedarf in entlegenen Regionen zugeschnitten sind.
Rural Centers of Medical Excellence (im Kapitel "Nachhaltige Entwicklung")
2007 war die Lösung gesellschaftlicher Probleme Thema des Wettbewerbs. Die eingereichten Projekte zeugen von großem Ideenreichtum sowie von einem enormen sozialen und geschäftlichen Potenzial. Länder- und themenübergreifend haben die Bewerber in unterschiedlichen Ansätzen Siemens-Lösungen, Know-how, Netzwerke und Partnerschaften zur Entwicklung praktikabler Lösungen und Maßnahmen genutzt.
Fünf Bewerbungen hatten es in die letzte und entscheidende Runde geschafft. Aus ihnen wählte die Jury das Siegerteam aus.
Peter Löscher, Vorstandschef von Siemens, (li.) überreicht dem Team von Siemens Water Technologies in Australien für das Projekt Safe Water Kiosk den CR Award 2007.
Mit dem Safe Water Kiosk schuf ein Team von Siemens Water Technologies, Australien, ein effizientes, zuverlässiges und kostengünstiges Modell zur Trinkwasseraufbereitung für unterentwickelte Regionen und führte es in einem Pilotprojekt erfolgreich in Kenia ein.
Ein Team von Siemens-Mitarbeitern und -Partnern arbeitet in einem von der EU-unterstützten Projekt am Aufbau einer Europa weiten Informationsplattform für die Kinderheilkunde. Sie dient Kliniken, Forschungsinstituten und Unternehmen dazu, ihr diagnostisches und therapeutisches Wissen miteinander zu teilen.
In Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und Universitäten gelang es dem damaligen Siemens-Geschäftsbereich VDO, die Rahmenbedingungen für die Ingenieursausbildung in Mexiko deutlich zu verbessern. Damit kann der Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren in Zukunft besser befriedigt werden.
Einem Freiwilligenteam von Siemens Medical Solutions in den USA gelang es in enger Partnerschaft mit der renommierten Wohltätigkeitsorganisation United Way im Jahr 2006 die Rekordsumme von $705.993 für wohltätige Zwecke zu sammeln.
Gemeinsam zum Wohl der Gemeinschaft (im Kapitel "Corporate Citizenship")
Froh und stolz waren die Mitarbeiter von Siemens Medical Solutions, USA, als sie anderen Menschen 2006 mit der Rekordspendensumme von 705.993 US-Dollar helfen konnten.
Das Projekt der Siemens-Tochtergesellschaft mdexx und der Behindertenwerkstatt Martinshof in Bremen leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt und für ihre berufliche und gesellschaftliche Anerkennung: Seit mehr als zehn Jahren arbeiten behinderte Menschen bei Siemens mit Nichtbehinderten zusammen und sind dort in den Arbeitsprozess eingebunden.
"Mehr. Wert. Schaffen. - Engagement hat viele Gesichter": Das Taschenbuch aus der Reihe "brand eins Wissen" beleuchtet das gesellschaftliche Engagement von Siemens und stellt die Finalistenprojekte zum Corporate Responsibility Award 2007 vor.