Siemens ist seit vielen Jahren für Behinderte aktiv: als Arbeitgeber und Ausbilder, als Anbieter und Initiator innovativer Produkte und als Partner von Institutionen, die sich die Integration von Menschen mit Behinderungen zur Aufgabe gemacht haben.
Menschen mit Behinderung sind bei Siemens in das Arbeitsleben integriert. Siemens leistet auf diesem Gebiet freiwillig weitaus mehr, als es das Gesetz vorschreibt. So sind in Deutschland 6.700 Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Das entspricht einer Beschäftigungsquote von 3,9 Prozent. Damit befindet sich das Unternehmen im Vergleich zu anderen Firmen im vorderen Feld.
Durch eine solide Ausbildung erhöhen wir die Beschäftigungsfähigkeit und Vermittlungsquote behinderter junger Menschen.
Mit der bisher erreichten Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen geben wir uns nicht zufrieden. Unser Ziel ist es, ihre Integration auf allen betrieblichen Ebenen zu fördern sowie in allen betrieblichen Prozessen zu gewährleisten. Wir betrachten es als selbstverständliche soziale Verpflichtung, auch Schwerbehinderte bei uns zu beschäftigen. Siemens sichert deshalb in Deutschland schwerbehinderten Mitarbeitern Nachteilsausgleiche über den gesetzlichen Rahmen hinaus zu.
Wir haben bereits viele Projekte auf den Weg gebracht, die die Integration der Behinderten voranbringen. Die Schwerpunkte unserer Integrationsarbeit sind, behinderte und schwerbehinderte Menschen gleichberechtigt beruflich auf allen Ebenen teilhaben zu lassen, ihnen eine Laufbahn in hoch qualifizierten Tätigkeiten zu ermöglichen und unser Angebot an Telearbeitsplätzen zu vergrößern.
Eine solide Ausbildung ist wesentlich, um behinderte Menschen langfristig ins Berufsleben zu integrieren und für höher qualifizierte Aufgaben fit zu machen. Die Ausbildung behinderter und schwerbehinderter junger Menschen ist für uns daher sehr wichtig. In Deutschland haben wir daher einen ganzheitlichen Ansatz entwickelt, der den gesamten Prozess von der Zusage eines Ausbildungsplatzes bis zum Abschluss der Ausbildung umfasst. Auch achten wir bereits bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen darauf, dass ein angemessener Anteil von schwerbehinderten Menschen berücksichtigt wird. Nach Beendigung ihrer Ausbildung werden schwerbehinderte Auszubildende grundsätzlich von Siemens in eine Festanstellung übernommen.
Unsere Qualifizierungsmaßnahmen haben das Ziel, die Ausbildungsqualität durch technische und betriebliche Zusatzqualifizierung zu optimieren und die Beschäftigungsfähigkeit sowie die Vermittlungsquote zu erhöhen. Außerdem wollen wir unsere Projekterfahrungen für weitere Ausbildungskooperationen mit anderen Unternehmen oder staatlichen Stellen nutzen.
In der Ausbildung behinderter Jugendlicher arbeiten wir in vielen Projekten mit anderen Unternehmen und Organisationen zusammen und nehmen auch an staatlichen Programmen und Initiativen teil. So beteiligt sich das Unternehmen unter dem Motto „Ausbildung ist die beste Integration“ an „Jobs ohne Barrieren“, einer Initiative des deutschen Ministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Chancen behinderter Menschen auf einen Arbeitsplatz. Auf Initiative der Gesamtschwerbehindertenvertretung des Unternehmens werden in diesem Rahmen verschiedene Projekte durchgeführt. Durch die Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements soll die Beschäftigungsfähigkeit dieser Mitarbeiter erhalten werden.
Siemens beteiligt sich an einer Initiative des deutschen Ministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Chancen behinderter Menschen auf einen Arbeitsplatz.
Ein Pilotprojekt haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) auf die Beine gestellt: In Paderborn wurden 20 Ausbildungsplätze zum Industriekaufmann für behinderte Schulabgänger geschaffen.
Weitere Projekte
Eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben ist für Menschen mit Behinderung ein barrierefreier Arbeitsplatz. Dafür setzt sich seit fast zehn Jahren die Siemens Access Initiative (SAI) ein. Lesen Sie dazu das Interview mit dem Leiter der Initiative, Klaus-Peter Wegge.