Die Welt von morgen wird auch vom Megatrend Urbanisierung geprägt sein. Daraus ergeben sich zentrale Herausforderungen: die Versorgung mit Energie, Wasser und den Gütern des täglichen Lebens, aber auch die Gewährleistung von Mobilität, Sicherheit, und industrieller Produktion sowie der Schutz der Umwelt. Siemens hat besser als jedes andere Unternehmen Antworten auf diese Herausforderungen.
The Megacities StudyInnovativ sein bedeutet, Wissen, Kreativität und Erfahrung in erfolgreiche neue Produkte und Lösungen umzusetzen. Mit dieser Philosophie arbeitet Siemens an der Nahtstelle zur Zukunft: Es ersetzt Bestehendes durch Neues und Zukunftsweisendes. Innovationsfähigkeit schließt ein, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen: Herausforderungen zu analysieren und zu bewältigen, verantwortbare Produkte und Lösungen zu entwickeln und denkbare Risiken zu reduzieren. Dies ist ein Kernanspruch unternehmerischer Verantwortung und daher initiieren wir Studien zur nachhaltigen Gestaltung von Ballungsgebieten.
Am Beispiel Londons werden die Probleme einer Megacity augenscheinlich.
Die Megacity London ist ein Paradebeispiel dafür, dass sich die internationalen Ziele zur Treibhausgasreduzierung und weitere Ziele der Nachhaltigkeit ohne einschneidenden Verlust an Lebensqualität erreichen lassen. Einen Weg dorthin zeigt die Studie “Sustainable Urban Infrastructure: London Edition – a view to 2025“, die Siemens 2008 gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey herausgebracht hat. Allein durch den Einsatz heute schon verfügbarer Technologien lassen sich die jährlichen CO2-Emissionen der britischen Metropole bis zum Jahr 2025 um fast 20 Megatonnen reduzieren. Mehr als 200 technische Möglichkeiten wurden identifiziert, die die CO2-Emissionen senken, den Wasserverbrauch reduzieren sowie die Abfallentsorgung verbessern können. Die Studie belegt: Der Einsatz vieler Technologien zur Vermeidung von Treibhausgasen ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Knapp 70 Prozent des Einsparpotenzials können mit Hilfe von Technologien erzielt werden, die sich durch die mit ihnen verbundenen Energieeinsparungen selbst finanzieren.
Münchens Luft kann sauberer werden. Die von Siemens veranlasste Studie gibt Antworten auf die Frage „Wie?“
Mehr Klimaschutz auch für München: Die bayerische Landeshauptstadt kann ihre CO2-Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts um bis zu 90 Prozent reduzieren, ohne dass die Einwohner Einschränkungen in ihrer Lebensqualität hinnehmen müssen. Das ist die Kernaussage der Studie “München – Wege in eine CO2-freie Zukunft“, der zweiten Studie aus der Reihe “Sustainable Urban Infrastructure“. Im Auftrag von Siemens untersuchte das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie am Modell München, wie eine moderne Großstadt den CO2-Ausstoß drastisch senken kann. Am Beispiel eines Musterstadtteils zeigt die Analyse ganz konkret, wie die Wandlung der Stadt in eine fast CO2-freie Metropole infrastrukturell und technologisch gelingen kann. Hebel zur CO2-Reduktion sind hocheffiziente Energieanwendungen – insbesondere bei Gebäuden –, Infrastrukturanpassungen bei Wärme-, Strom und Verkehr sowie ein weitestgehender Umstieg auf erneuerbare und CO2-arme Energien.
Klimaschädliche Emissionen zu reduzieren – ist das Ziel der neuen Siemens-Studie für Dublin.
Irland wird oft als „grüne Insel“ bezeichnet. Der dadurch vermittelte Eindruck einer – klimatisch gesehen – heilen Welt gilt allerdings weniger für die Hauptstadt Dublin, in der ein Viertel der irischen Bevölkerung lebt. Denn Dublin ist für den größten Teil aller klimaschädlichen Emissionen Irlands verantwortlich. Irland droht sogar, die Klimaschutzziele der Europäischen Union – 20 Prozent CO2-Reduktion bis zum Jahr 2020 – und die Kyoto-Ziele zu verfehlen. Siemens hat in Zusammenarbeit mit der University College Dublin School of Electrical, Electronic and Mechanical Engineering 22 Hebel identifiziert, die mithilfe modernster Technologien das Dubliner Klima verbessern könnten. Dazu gehören in erster Linien die Nutzung erneuerbarer Energien, die Isolierung von Gebäuden, ein integriertes Verkehrskonzept und kraftstoffeffizientere Fahrzeuge.
Bereits kurze Zeit vor den Studien zu London und München hatten die beiden Forschungsinstitute GlobeScan und MRC MCLean Hazel mit Unterstützung von Siemens ein weltweit einzigartiges Forschungsprojekt durchgeführt: In 25 Megacities wurden über 500 Entscheider befragt, wie sie die Herausforderungen an die lokale Infrastruktur und die Entwicklungstrends einschätzen. Diese Daten wurden dann mit einer Vielzahl weiterer Fakten zusammengeführt. Das Ergebnis ist ein faszinierender Überblick darüber, wie die einzelnen Herausforderungen eingeschätzt werden und welche Infrastrukturlösungen am besten geeignet sind, Wirtschaftskraft, Umweltbedingungen und Lebensqualität von Megacities zu verbessern.
Die drei Studien finden Sie in unserem Web Feature “Nachhaltige städtische Infrastruktur.”