Für den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) stellt REACH das neue Chemikalien-Recht dar, das am 01. Juni 2006 in Kraft getreten ist. REACH ersetzt 40 Einzelgesetze und hat einen sehr breiten Geltungsbereich, der fast alle Stoffe und chemischen Gemische (Zubereitungen) als separate Einheiten oder in ausgewählten Produkten abdeckt. Die Europäische Chemikalien Agentur (EChA) wurde in Helsinki, Finnland eingerichtet, um die Implementierung und Überwachung der REACH Verordnung zu sichern.
Das Motto von REACH lautet “Ohne Daten kein Markt” und bedeutet, dass Unternehmen, die Stoffe und Zubereitungen und bestimmte Produkte im EWR auf den Markt bringen wollen, an die folgenden gesetzlichen Verpflichtungen zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung gebunden sind:
Die Elektronikindustrie und der Anlagenbau müssen unter REACH vornehmlich die oben genannten Registrierungs- und Informationspflichten erfüllen sowie die Beschränkungen beachten.
Die Siemens AG stellt im Rahmen ihrer umfassenden Produktverantwortung und des langjährigen Chemikalien-Management-Programmes sicher, dass alle anwendbaren Verpflichtungen der REACH-Verordnung fristgemäß eingehalten werden. Dies umfasst die Vorregistrierung einiger ausgewählter Stoffe und – falls in Zukunft erforderlich – auch die Registrierung zu den vorgegebenen Fristen.
Gegenwärtig (Stand: September 2009) sind nur einige ausgewählte SVHC der Kandidatenliste relevant für die Siemens AG. Diese umfassen z.B. die Weichmacher Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Benzylbutylphthalat (BBP) und Dibutylphtalat (DBP), die üblicherweise im PVC verwendet werden. Es besteht daher die Möglichkeit, dass bestimmte Produkte, die einzeln verkauft werden (wie z.B. Kabel), die Mengen dieser Weichmacher enthalten, die den Grenzwert von 0,1 Gewichtsprozent überschreiten. Die spezifische Information dazu ist in den Lieferpapieren des jeweiligen Produktes enthalten. Als zusätzliche Information dient die unten stehende unvollständige Liste mit Links zu ausgewählten Produkten, die gemäß den Informationen unserer Lieferanten betroffen sind.
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