Überall dort, wo keine Freileitungen zur Energieübertragung gebaut werden können, sind gasisolierte Übertragungsleitungen (GIL) eine ökonomische und ökologische Alternative. Gasisolierte Übertragungsleitungen werden im Tunnel, direkt im Erdreich oder oberirdisch verlegt. Siemens ist auf dem Gebiet der gasisolierten Übertragungsleitungen Technologieführer.
Aufgrund ihrer gekapselten Bauweise, die gegen äußere Einflüsse schützt, ist GIL eine technologisch sehr zuverlässige Lösung. Der wartungsfreie, einfache Aufbau gewährleistet eine lange Lebensdauer. Gasisolierte Übertragungsleitungen zeichnen sich durch ihre besonders geringen Verluste aus. Die Umgebung wird weniger erwärmt, die Betriebskosten der Leitung werden deutlich reduziert. Zudem zeichnen sich gasisolierte Übertragungsleitungen durch sehr geringe elektromagnetische Felder sowie durch hohe Übertragungskapazitäten aus. Die Übertragungsverluste sind gegenüber Freileitungen um bis zu 70 Prozent geringer. Mit gasisolierten Übertragungsleitungen lässt sich die Energie auf kleinstem Raum transportieren.
Als typisches Referenzprojekt hat Siemens auf dem Palexpo-Messegelände in Genf eine 220-Kilovolt-Freileitung durch eine gasisolierte Übertragungsleitung im Tunnel ersetzt. Die Messehallen konnten dadurch höher gebaut werden. Besucher und empfindliche Exponate werden durch die GIL vor störender elektromagnetischer Strahlung bewahrt.
| Kundennutzen |
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| - Hohe Zuverlässigkeit - Wartungsfreier Aufbau - Lange Lebensdauer - Brandsicherer Betrieb - Reduzierte Betriebskosten - Hohe Übertragunskapazitäten |
| Umweltnutzen |
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| - Verlustarmer Energietransport - Beste elektromagnetische Verträglichkeit - Keine Störungen im Landschaftsbild |
Zur verlustarmen und umweltfreundlichen Übertragung elektrischer Energie über weite Strecken hat sich weltweit die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) bewährt. HGÜ ist zudem die einzige Möglichkeit, technisch inkompatible Stromnetze miteinander zu verbinden.
Ein Prestigeprojekt von Siemens ist die 1.400 Kilometer lange HGÜ-Verbindung zwischen der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas und der im Süden des Landes liegenden Provinz Guangdong. Mit einer Übertragungsleistung von 5.000 Megawatt und einer Übertragungsspannung von 800 Kilovolt ist es eine der beiden derzeit im Bau befindlichen Verbindungen mit der höchsten Übertragungsspannung dieser Art. Mithilfe dieser HGÜ-Übertragung lassen sich pro Jahr über 30 Megatonnen CO2-Emission vermeiden. In Indien verbessert die 780 Kilometer lange HGÜ-Fernverbindung Ballia-Bhiwadi die Energieeffizienz im Vergleich zur konventionellen Drehstromübertragung so sehr, dass pro Jahr 250.000 Tonnen CO2 eingespart werden können.
Die HGÜ-Technik wird auch von europäischen Netzbetreibern immer stärker eingesetzt. So wird bereits Energie per Seekabel über den großen Belt zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland sowie zwischen den Niederlanden und Großbritannien ausgetauscht. Jüngstes Projekt ist die Verbindung zwischen dem spanischen Festland und den Balearen. Von Mai 2011 an wird ein 250 Kilometer langes 250-Kilovolt-HGÜ-Seekabel mit einer Leistung von 400 Megawatt die Ferieninsel besonders umweltfreundlich und verlustarm mit Strom aus dem Festland versorgen.
| Kundennutzen |
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| - Hohe Übertragungskapazität - Geringere Kosten |
| Umweltnutzen |
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| - Reduktion der CO2-Emissionen durch geringe Übertragungsverluste - Einsparungen beim Primärenergieverbrauch - Grundfläche von HGÜ-Masten um 50 Prozent kleiner als bei Wechselstrom |
Zu einer sicheren und effizienten Stromversorgung gehört neben leistungsfähigen Kraftwerken auch eine zu jeder Tages- und Nachtzeit reibungslos funktionierende Energieübertragung vom Kraftwerk zum Verbraucher. Viele Blackouts der letzten Jahre gingen auf Schwächen in den Energieversorgungsnetzen zurück. Vorausschauende und innovative Konzepte zur Energieübertragung, die zudem erneuerbare Energien berücksichtigen, werden deshalb immer wichtiger.
Siemens hat mit HVDC Plus eine neue Technik für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) entwickelt. HVDC Plus basiert auf einer neuen Generation von Stromrichtern. Kernstück ist ein Konverter auf der Basis von IGBT (Insulated Gate Bipolar Transistor), der den Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt und umgekehrt. Dadurch wird eine hohe Dynamik des Systems ermöglicht, was vor allem bei Fehlern und Störungen im Netz von großer Bedeutung ist.
HVDC-Plus ermöglicht unter anderem den verlustarmen Transport elektrischer Energie von Offshore-Windparks an die Küste und die Energieversorgung von Ölbohrplattformen aus dem Stromversorgungsnetz vom Festland aus. Offshore Windparks stellen besondere Ansprüche an die Energieübertragung. Viele Windparks liegen über hundert Kilometer vom Einspeisepunkt an der Küste entfernt im Meer. Diese Tatsache erfordert Übertragungskonzepte mit Gleichstrom, wie HVDC Plus sie bietet. HVDC Plus macht auch die bisher nötigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Kleinkraftwerken auf den Ölbohrplattformen überflüssig. Auf diese Weise lassen sich die umweltschädlichen CO2- und NOx-Emissionen der bisher üblichen Kleinkraftwerke auf See vermeiden.
| Kundennutzen |
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| - Größtmögliche Verfügbarkeit des Netzes - Hohe Dynamik des Systems - Auch für Offshore-Windparks und Ölbohrplattformen geeignet |
| Umweltnutzen |
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| - Nutzung erneuerbarer Energieträger dank moderner Übertragungstechnologie - Vermeiden umweltschädlicher CO2- und NOx-Emissionen - Verlustarmer Transport elektrischer Energie |