Weltweit verbrauchen 20 Millionen Industriemotoren 65 Prozent des industriell benötigten Stroms. Durch eine Energie-Optimierung aller Antriebe weltweit ist eine CO2-Reduktion von jährlich rund 57 Millionen Tonnen bei gleichzeitiger Produktivitätserhöhung möglich. Der Schlüssel dazu liegt in einem Systemansatz, der nicht nur einzelne Komponenten wie etwa die Motoren, sondern das gesamte Antriebssystem betrachtet.
Siemens ist führender Anbieter von Energiesparmotoren und Frequenzumrichtern. Die Energiesparmotoren von Siemens zeichnen sich durch eine besonders hohe Energieeffizienz gegenüber anderen Elektromotoren aus. Durch den Einsatz von Frequenzumrichtern lassen sich elektrische Antriebe zudem exakt bedarfsgerecht betreiben. Damit sind insbesondere bei Lüftern, Pumpen oder Kompressoren Energieeinsparungen von 60 bis 70 Prozent möglich. Durch die hohen Stromeinsparungen amortisieren sich Energiesparmotoren und Frequenzumrichter im Regelfall in weniger als zwei Jahren.
Steigern lässt sich der Spareffekt noch, indem die Energie, die beim Stoppen eines drehzahlveränderlichen Antriebs frei wird, ins Stromnetz zurückgeführt wird. Dieses Prinzip nutzt Siemens beispielsweise bei den Antrieben von Schienenfahrzeugen, Kränen und Förderanlagen. Drei bis zehn Prozent der eingesetzten Energie lassen sich hier noch einmal sparen.
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| - Kosteneinsparungen durch signifikante Energieeinsparungen - Amortisationszeit kürzer zwei Jahre - Bedarfsgerechter, flexibler Betrieb der Antriebssysteme |
| Umweltnutzen |
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| - Reduktion der CO2-Emissionen um jährlich insgesamt 57 Millionen Tonnen bei weltweiter Energieoptimierung aller Industrieantriebe - Energieeinsparung von 60 bis 70 Prozent gegenüber konventionellen Systemen - Energierückführung ins Stromnetz bei drehzahlveränderbaren Antrieben |
Hohe Kosten und ein starker Wettbewerbsdruck fordern auch im Schiffbau Entwicklungen, die dem Umweltschutz dienen. Siemens integriert mit dem Green-Ship-Konzept verschiedene Lösungen zu einem Gesamtansatz, der durch ein effizientes Energiemanagement Emissionen und Kosten reduziert. Im Fokus stehen hierbei die Schiffsantriebe. Kernstück des Green-Ship-Konzepts ist die Kombination aus Dieselmotor und elektrischem Antriebssystemen: der Hybridantrieb. Gegenüber konventionellen Hauptantrieben sind damit Einsparungen von 15 bis 35 Prozent möglich.
Mit dem Waste Heat Recovery System (WHRS) kann zudem die Abwärme von Schiffsmotoren genutzt werden. Bei diesem System treiben die heißen Abgase von Schiffsdieseln Turbogeneratoren an. Diese können zusätzlich bis zu sechs Megawatt Energie für die Stromversorgung an Bord erzeugen.
Durch den Einsatz des Systems reduzieren sich der Brennstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß um bis zu zwölf Prozent, die Energiekosten um ca. 10 Prozent, was die Wirtschaftlichkeit des Schiffsbetriebs erhöht. Die Umwelt wird durch niedrigere Emissionen von Stickstoff- und Schwefeloxiden weniger belastet. Je nach den aktuellen Treibstoffkosten amortisiert sich damit die Investition in das WHRS innerhalb von drei bis vier Jahren.
| Kundennutzen |
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| - Leistungseinsparungen von bis zu 35 Prozent - Senkung der Energiekosten um mehr als 10 Prozent - Amortisation der Investition bei WHRS innerhalb von drei bis vier Jahren - Geringerer Wartungsaufwand - Zusätzliche Energie für die Stromversorgung an Bord |
| Umweltnutzen |
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| - Reduktion des CO2-Ausstoßes um bis zu 12 Prozent - Weniger Umweltbelastung durch Stickstoff- und Schwefeloxide - Bessere Nutzung der eingesetzten Energie |
Aufgrund steigender Energiepreise sowie neuer Gesetze werden Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Klimaschutz auch in der Metallindustrie und im Bergbau immer wichtiger. Die Siemens-Lösungen Corex und Finex sind zwei industriell erprobte Schmelzreduktionsverfahren der Eisenherstellung, die besonders kostengünstig und umweltfreundlich sind.
Der wesentliche Vorteil der Corex-Technologie ist der schlanke Produktionsprozess. Die beim Hochofen nötigen Verfahrensschritte der Koks- und Sintererzeugung sind hier überflüssig. Zusammen mit einem prozessbedingten energetisch hochwertigen Produktgas, welches zur Stromerzeugung genutzt wird, reduzieren sich die CO2- Emissionen in Schwellenländern gegenüber herkömmlichen Verfahrensketten um bis zu 30 Prozent. Die Siemens-Methode reduziert darüber hinaus den Ausstoß von Schwefeldioxid um bis zu 90 Prozent. Die weltgrößte Anlage dieser Art in Shanghai ging im November 2007 in Betrieb. Im Januar 2008 erhielt Siemens einen weiteren Auftrag für eine Corex-Anlage von Baosteel in China.
Auch beim Finex-Prozess entfallen die Agglomerationsschritte: als Rohstoff wird Feinerz verwendet. Dadurch können die Produktionskosten pro Tonne Eisen um rund 15 Prozent gesenkt werden. Gasförmige Emissionen wie Staub, Schwefel oder Stickoxide liegen ebenfalls unter denen konventioneller Anlagen, auch die Wasserverunreinigung wird, gleich einer Corex-Anlage, deutlich reduziert. Die erste kommerzielle Finex-Anlage ging im April 2007 für den koreanischen Stahlhersteller Posco in Betrieb.
Eine innovative Lösung für den Bergbau hat Siemens gemeinsam mit der chilenischen Kupfermine Los Pelambres entwickelt. Dabei handelt es sich um ein spezielles Flotationsverfahren (DGF-Dissolved Gas Flotation) zur Auftrennung von Molybdän in seine Metall- und Gesteinskomponenten. Zunächst wird der Erzschlamm mit Stickstoff versetzt, um die Kontakthäufigkeit und Anhaftungsfähigkeit von feinsten Molybdänpartikeln zu verbessern. Erst dann wird das entstandene Gemisch in eine Flotationszelle gesprüht. Gegenüber konventionellen Lösungen mit einer vergleichbaren Kapazität verbraucht die neue Flotationszelle bis zu 70 Prozent weniger Energie. Der nötige Stickstoffbedarf zum Betrieb der Zelle liegt bei 60 bis 100 Kubikmeter pro Stunde und bewegt sich damit ebenfalls deutlich unter dem Verbrauch von 1.000 bis 1.400 Kubikmeter pro Stunde bei herkömmlichen Systemen.
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| - Geringerer Rohstoff- und Energieeinsatz bei Corex und Finex - Geringere Betriebskosten bei Corex und Finex - Geringerer Gasbedarf und deutlich niedriger Energieverbrauch bei der Flotationszelle |
| Umweltnutzen |
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| - Reduktion der CO2-Emissionen in Schwellenländern um bis zu 30 Prozent bei Corex und Finex - Reduktion des Schwefeldioxidausstoßes um 90 Prozent bei Corex und Finex - Deutlich weniger Ammoniak, Phenole und Sufide im Abwasser dank Corex und Finex - Deutlich verringerter Stickstoffbedarf bei der Flotationszelle |
Die Energiekosten in der Papier- und Zellstoffindustrie betragen beispielsweise in Deutschland bis zu 30 Prozent der Produktionskosten. Mit der Produktfamilie Sipaper bietet Siemens aufeinander abgestimmt Lösungsmodule, für nahezu alle Herstellungsprozesse. Energienutzung und Kostenstruktur können so optimiert werden.
Mit Sipaper Reject Power bietet Siemens ein spezielles Verfahren zur Gewinnung von elektrischer Energie und Prozesswärme durch Verbrennung von Reststoffen. Betreiber solcher Anlagen können so einen Teil ihrer benötigten Energie selbst erzeugen. Sie reduzieren damit ihren Primärenergiebedarf sowie die CO2-Emissionen ihrer Produktionsanlagen. Zudem sparen sie Entsorgungskosten.
Eine Pilotanlage ist die Kartonfabrik im niederösterreichischen Hirschwang. Das Unternehmen Mayr-Meinhof Karton gehört zu den führenden Produzenten von Recyclingkarton weltweit. Seit zwei Jahren nutzt die Firma die betriebseigenen Abfälle, um daraus Strom und Wärme für den Eigenbedarf zu machen. Die Reststoffverwertung reduziert den bisherigen Primärenergieeinsatz um rund ein Drittel. Sipaper-Reject-Power-Installationen stehen in unter anderem auch in Deutschland, Frankreich, Italien sowie in China und Singapur.
| Kundennutzen |
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| - Reduktion der Entsorgungskosten - Kostenersparnis durch Senkung des Primärenergiebedarfs um rund ein Drittel - Größere Unabhängigkeit vom Energiepreis durch eigenständige Energieproduktion - Modularer Aufbau für die verschiedenen Kundenanforderungen - Gesetzliche Anforderungen können leichter erfüllt werden - Kurzer Return on Invest - Rechte für Kohlendioxid-Emissionen bleiben in der Firma. |
| Umweltnutzen |
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| - CO2-neutrale Energiegewinnung durch Verbrennung von Biomasse - Deutliche Einsparung von Primärenergie (Öl, Gas etc.) |