Aufgrund des demografischen Wandels sowie der immer stärkeren Urbanisierung wird die Nachfrage nach Mobilität in den nächsten Jahrzehnten weiter stark wachsen. Zugleich steigen wegen des Klimawandels die Anforderungen an die Klima- und Umweltverträglichkeit von Verkehrsmitteln.
Die Metro-Systeme von Siemens sind durch ihre konsequente Leichtbauweise besonders umweltfreundlich. Ein Beispiel hierfür ist die Metro in Oslo, die vorbildlich beim Energieverbrauch ist. Sie benötigt 30 Prozent weniger Energie als die zuvor eingesetzten Fahrzeuge, unter anderem dadurch, dass die freigesetzte Bremsenergie zurück ins Stromnetz gespeist wird. Die Emissionen betragen bezogen auf den norwegischen Energiemix nur 2 Gramm CO2 pro Kilometer und Tonne Fahrzeuggewicht, und das über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge. Die Recyclingfähigkeit der Metro liegt bei rund 95 Prozent.
Mit dem Combino hat Siemens die weltweit längste Straßenbahn realisiert. Zwei bis acht Wagenmodule können variabel kombiniert werden. So lässt sich die Länge der Straßenbahn für stark und weniger stark frequentierte Strecken ausrichten. Dadurch wird Energie gespart. Dank des regenerativen Combino-Bremssystems lassen sich im Vergleich zu herkömmlichen Straßenbahnen bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Nicht zuletzt wegen seiner verringerten Lärmemissionen sowie seiner hohen Recyclingfähigkeit von über 90 Prozent ist der Combino ein sehr umweltfreundliches Verkehrsmittel.
| Kundennutzen |
|---|
| - Geringe Lebenszykluskosten durch Leichtbauweise und Energierückgewinnung - Verschleißfreies Bremsen bei regenerativem Bremssystem - Variable Zuglänge beim Combino ermöglicht optimale Anpassung an Auslastung |
| Umweltnutzen |
|---|
| - Öffentlicher Nahverkehr leistet einen Beitrag zu einer umweltverträglichen Mobilität - Rund 30 Prozent Energieeinsparungen im Vgl. zu durchschnittlichem Fahrzeugbestand - Recyclingfähigkeit von über 90 Prozent |
Verkehrsmanagementsysteme steuern das Verkehrsaufkommen. Sie vernetzen die verschiedenen Verkehrsträger und sorgen dafür, dass die vorhandene Infrastruktur effizienter genutzt wird. Dadurch werden Staus minimiert, unnötiger Energieverbrauch vermieden und die Emissionen von CO2, Stickoxiden und Feinstaub gesenkt.
Eine zentrale Rolle bei der Optimierung von Mobilität spielen Informationen über die aktuelle Verkehrslage. Informationssysteme mit aktuellen Daten ermöglichen es den Verkehrsteilnehmern, die optimale Kombination der Verkehrsmittel zu wählen. Siemens liefert intelligente Telematiklösungen, Verkehrsinformations- und Verkehrsmanagementsysteme, Verkehrsrechner, Video- und Wetterzentralen sowie Infrastruktureinrichtungen zur Mauterhebung.
Der Ruhrpilot optimiert in Europas größtem Ballungsraum die Nutzung der vorhandenen Verkehrsnetze auf Schiene und Straße. Er sorgt für die Entlastung der Verkehrsinfrastruktur, indem er über die Auslastung von Straßen, Parkhäusern, Bussen und Eisenbahnen aktuell Auskunft gibt. Das System übermittelt via Internet oder Mobiltelefon Informationen, mit denen die Verkehrsteilnehmer ihre jeweilige Route optimieren können. Allein durch das Erzielen eines gleichmäßigeren Verkehrsflusses sind CO2- sowie Kraftstoffeinsparungen von bis zu 20 Prozent realisierbar.
Siemens hat für London ein City-Maut-Projekt umgesetzt, das unter anderem die Lieferung von Kameras und Infrastruktur-Einrichtungen zur Mauterhebung in der Londoner Innenstadt umfasste. Durch die Londoner City-Maut werden jährlich 150.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Das Fahrzeugaufkommen in der Innenstadt konnte um 15 Prozent (60.000 Fahrzeuge) reduziert werden. 50 - 60 Prozent der Autofahrer stiegen auf öffentliche Verkehrsmittel um. Luftverschmutzung sowie Lärmbelastung konnten erheblich reduziert werden.
| Kundennutzen |
|---|
| - Geringere Kosten für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur - Geringere Kosten für Umweltschutzausgaben - Geringerer Zeitbedarf für Mobilität bei den Nutzern - Minimierung von Staus |
| Umweltnutzen |
|---|
| - CO2-Reduktion um bis zu 20 Prozent (Beispiel Ruhrpilot) - Kraftstoffeinsparungen von bis zu 20 Prozent - Ballungsräume bleiben im Rahmen der zulässigen Luftverschmutzungsgrenzen |
Parkplätze sind in größeren Ballungsräumen besonders knapp. Deshalb ist moderne Verkehrsleittechnik vor allem dort von großer Bedeutung. Mithilfe von Parkraummanagementsystemen lässt sich die Parkplatzsuche erheblich verkürzen. Der Verkehr vor und in den Parkhäusern bleibt fließend. Vorhandene Parkraumkapazitäten können optimal genutzt und wirtschaftlich betrieben werden. Kraftstoff wird eingespart, Emissionen von Luftschadstoffen vermindert.
Siemens hat ein umfassendes Mobilitätskonzept entwickelt, das mit Parkleit- und Parkhaustechnik das Parkplatzproblem löst. Die eingesetzte Lösung heißt Sipark. Realisiert wurde das Konzept bislang beispielsweise am Flughafen München sowie im Stadtzentrum von München für 25 Parkhäuser. Am Flughafen München besitzt jeder Stellplatz einen Ultraschallsensor, der sofort erkennt, ob ein Platz frei oder belegt ist. Wer die Parkhauseinfahrt passiert, wird vom Leitsystem über LED-Anzeigen auf dem kürzesten Weg zum nächsten freien Stellplatz gelotst.
| Kundennutzen |
|---|
| - Geringe Betriebskosten - Höhere Sicherheit - Bessere Auslastung der Parkhäuser - Umfassende Mobilitätslösung |
| Umweltnutzen |
|---|
| - Emissionsreduktion durch kürzere Parkplatzsuche - Kraftstoffeinsparungen |
LEDs haben im Vergleich mit konventionellen Lampen zahlreiche Vorteile. Dazu gehören ein um bis zu 90 Prozent geringerer Energieverbrauch sowie eine deutlich höhere Lebensdauer. Sie sind auch bei starker Sonneneinstrahlung sehr gut erkennbar. Darüber hinaus weisen sie ein gleichmäßigeres Leuchtfeld sowie eine bessere Seitensichtbarkeit auf als konventionelle Lampen. Aufgrund dieser Vorteile lassen sich LED besonders gut bei Signal- und Ampelanlagen sowie bei der Flugfeldbefeuerung einsetzen.
In Budapest hat Siemens sämtliche Ampelanlagen mit LEDs ausgerüstet. Aufgrund ihrer langen Lebensdauer müssen sie erst in zehn Jahren wieder ausgetauscht werden. Da Ampelanlagen permanent in Betrieb sind, summieren sich die Energieeinsparungen durch den Einsatz von LED-Technologie, was wiederum zu geringeren CO2-Emissionen führt. Für eine durchschnittliche Ampelanlage ergeben sich Einsparungen von rund 10 Tonnen CO2 pro Jahr.
| Kundennutzen |
|---|
| - Geringe Betriebskosten - Größere Sicherheit - Geringerer Wartungsaufwand - Höhere Lebensdauer |
| Umweltnutzen |
|---|
| - Hohe Energieeinsparungen - Deutlich CO2-Reduktion bei einer durchschnittlichen Ampelanlage |
Der Verkehr auf der Schiene ist ein Kernbestandteil von integrierten, zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten. Dies gilt sowohl für den Personentransport als auch für den Güterverkehr. Moderne Lokomotiven von Siemens sind deutlich energieeffizienter und emissionsärmer als der durchschnittliche Bestand. Züge sind damit die umweltfreundliche Alternative zu Pkw, Lkw oder Flugzeug.
Mit der Eurorunner-Plattform bietet Siemens modernste Lokomotiven an, die sich sowohl als Fracht- als auch als Passagier-Lokomotiven einsetzen lassen. Der Eurorunner ER 20 ist wesentlich emissionsärmer als frühere Fahrzeuge und erspart der Umwelt, gerechnet auf die gesamte Lebensdauer, rund zehn Tonnen Feinstaub. Insgesamt verringert sich der Schadstoffausstoß mit dem ER20 um 70 Prozent verglichen mit älteren Diesellokomotiven (BR 232 der DB AG). Dass er dabei auch noch bis zu 16 Prozent Diesel spart, freut nicht nur die Umwelt, sondern auch die Betreiber. Den Anwohnern an den Bahnstrecken erspart er darüber hinaus viel Lärm, denn der ER20 ist gegenüber bisherigen Loks um bis zu 13 Dezibel leiser und unterschreitet somit oft deutlich die zulässigen Grenzwerte. Mittlerweile sind rund 180 Lokomotiven in vier Ländern im Einsatz
Die Eurosprinter-Familie ist in den verschiedenen Bahnstrom-Systemen Europas einsetzbar. So macht sie einen Lokomotiv-Wechsel z. B. zwischen Österreich und Italien überflüssig. Die Lokomotiven dieses Typs sind in der Lage, einen Zug von 700 Tonnen über Steigungen von bis zu 25 Promille zu ziehen. Damit kann der Eurosprinter auf der Alpentransitroute die Transportleistung von 28 Lkw übernehmen. Während der Zug auf den 270 Kilometern zwischen Innsbruck und Verona etwa 3.400 Kilogramm CO2 freisetzt, belasten die Lkw auf dieser Strecke die Umwelt mit etwa 9.260 Kilogramm – von den höheren Feinstaubemissionen ganz zu schweigen.
| Kundennutzen |
|---|
| - Einsparung operativer Kosten um 17 Prozent beim Eurorunner - Einsparung gesamter Lebenszykluskosten um 8 Prozent beim Eurorunner - Bessere Verfügbarkeit dank niedrigerer Wartungszeiten - Kürzere Fahrtzeiten durch Mehrsystem-Technologie beim Eurosprinter |
| Umweltnutzen |
|---|
| - Dieseleinsparungen um bis zu 16 Prozent beim Eurorunner - Verringerung der Schadstoffemissionen um bis zu 70 Prozent beim Eurorunner - Geräuschverringerung um bis zu 13 Dezibel beim Eurorunner - Niedrigere Umweltbelastung im Vergleich zum LKW-Transport beim Eurosprinter |
Hochgeschwindigkeitszüge sind ein effizienter und im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln CO2-sparender Verkehrsträger, der vor allem zwischen Ballungsräumen eingesetzt wird. Der Hochgeschwindigkeitszug ICE / Velaro von Siemens ist der schnellste Serientriebzug der Welt. Seine Emissionen sind bezogen auf seine große Transportkapazität äußerst gering. Sein niedriger Energieverbrauch und der Einsatz umweltverträglicher Materialien helfen, wertvolle Rohstoffe zu schonen. Bei einer Auslastung von 50 Prozent verbraucht er auf 100 km lediglich 2 Liter Benzin pro Person.
Mit dem deutschen ICE 3, dem spanischen Velaro E, dem russischen Velaro RUS sowie dem chinesischen Velaro CN sind ab 2010 mehr als 160 Züge dieser Plattform in Betrieb. Auf der deutschen Strecke zwischen Köln und Frankfurt am Main verkehrt der Zug mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h und emittiert dabei rund 75 Prozent weniger CO2 als ein Flugzeug und 60 Prozent weniger als ein Pkw.
Der ICE / Velaro zeichnet sich durch seinen niedrigen Geräuschpegel aus und arbeitet mit Klimaanlagen, die umweltfreundliche, ozonunschädliche Kältemittel verwenden. Auch für die Trafokühlung wurde eine umweltfreundliche Alternative zum Mineralöl gefunden. Beim Bau verzichtete man auf gesundheits- und Umwelt gefährdende Materialien, Hilfsmittel und Substanzen. Die integrale Aluminiumleichtbauweise ermöglicht eine wartungsfreundliche Konstruktion der Fahrzeuge. Die eingesetzten Systeme und Bauteile verfügen bei geringem Verschleiß über eine hohe Lebensdauer.
| Kundennutzen |
|---|
| - Hochgeschwindigkeitszug bis 350 km/h mit bis zu 600 Sitzplätzen - Reduzierung der operativen Kosten dank niedrigerem Energieverbrauch - Vermeidung gesundheitsschädlicher Materialien und Chemikalien |
| Umweltnutzen |
|---|
| - Energieverbrauch von lediglich 2 Litern Benzin pro Person auf 100 km - Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft für die Böden - Verwendung umweltverträglicher Stoffe für die Klimaanlage und die Trafokühlung |
Regionale Mobilitätslösungen sind für eine reibungs- und nahtlose Verbindung zwischen Peripherie und Zentrum eines Ballungsgebietes von größter Bedeutung. Die Regionalzüge von Siemens ermöglichen täglich Millionen Menschen, den Weg zwischen Haustür und Arbeitsplatz pünktlich und sicher zurückzulegen.
Für den Regionalverkehr hat Siemens die Triebzug-Plattform Desiro entwickelt. Durch seine modulare Aufbauweise können die Fahrzeuge untereinander kombiniert werden, dabei ist eine Zuglänge von 49 bis 282 Metern möglich. Der Desiro verfügt über Antriebsanlagen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad, der Energieverbrauch ist entsprechend niedrig. Die eingesetzten Systeme und Bauteile haben bei geringem Verschleiß eine hohe Lebensdauer. Die umweltverträgliche Produktgestaltung zeigt sich neben der Energieeffizienz auch in der Verwendung wasserlöslicher Lacke sowie der Auswahl recyclingfähiger Werkstoffe, die eine Recyclingfähigkeit über 95 Prozent ermöglichen.
| Kundennutzen |
|---|
| - Kombinierbare Zuglänge und -ausstattung für eine optimale wirtschaftliche Auslastung. - Wartungsfreundliche Fahrzeuge mit leicht austauschbaren Modulen und Komponenten - Hohe Lebensdauer bei geringem Verschleiß - Geringe Entsorgungskosten |
| Umweltnutzen |
|---|
| - Rund 25 Prozent weniger Energiebedarf als durchschnittliche Fahrzeuge im Bestand - Verwendung wasserlöslicher Lacke, Recyclingfähigkeit von über 95 Prozent |
Zusätzliche Energie-Einsparungen und geringere CO2-Emissionen lassen sich durch Lösungen im Bereich der Schienenverkehrsautomatisierung erzielen. Sie sorgen für einen optimalen und zügigen Verkehr, verkürzen die Fahrzeit und vermeiden Standzeiten bei laufendem Motor. Siemens ist ein führender Anbieter auf dem Gebiet der Schienenverkehrsautomatisierung. Von der Beratung und der Planung über die Realisierung bis hin zur Wartung bietet das Unternehmen alles aus einer Hand. Das Portfolio umfasst unter anderem Signal- und Stellwerkstechnik, Fahrgastinformations- und Videoüberwachungs- sowie Zugbeeinflussungssysteme.
Trainguard heißt die Siemens-Lösung für das einheitliche europäische Zugbeein-flussungssystem ETCS. Es ersetzt nach und nach die uneinheitlichen nationalen Systeme und ermöglicht so einen ungehinderten und ökonomischen Bahnverkehr in Europa. Mit Trainguard werden teure Mehrfachausrüstungen von Fahrzeugen oder zeitaufwendige Lokomotivwechsel im grenzüberschreitenden Verkehr überflüssig. Es ermöglicht die optimale Anpassung an betriebliche Bedingungen, zum Beispiel an verschiedene Geschwindigkeits- und Steigungsprofile, erhöht die Sicherheit sowie die Transportkapazitäten für die Bahnbetreiber.
Für eine optimale Streckennutzung sorgt das dynamische Zuglenkungssystem ZLS 901 von Siemens. Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen ist es das Ziel der Bahnbetreiber, das vorhandene Schienennetz durch hohe Zugfrequenzen bestmöglich zu nutzen. Das Zuglenkungssystem ZLS 901 sorgt dafür, dass auf vielbefahrenen Hauptstrecken die Betriebssicherheit gewährleistet ist und gleichzeitig unnötige Halte vor roten Signalen verhindert werden. Dies senkt den Energieverbrauch, reduziert den Bremsabrieb sowie die Bodenverschmutzung in den Haltebereichen.
| Kundennutzen |
|---|
| - Erhöhte Sicherheit und Zuverlässigkeit - Höhere Wirtschaftlichkeit durch kürzere Fahrzeiten und keine Mehrfachausrüstungen - Energieeinsparungen - Ungehinderter und ökonomischer Bahnverkehr |
| Umweltnutzen |
|---|
| - Energieeinsparungen durch reibungslosen Verkehr - Niedrigere CO2-Emissionen |