Neben Kohlendioxid belasten auch Luftschadstoffe wie Stickoxide und Schwefeloxide die Umwelt. Siemens bietet zur Reduktion von Luftschadstoffen ein umfangreiches Lösungsportfolio für unterschiedlichste Einsatzgebiete an.
Für die Stahlindustrie hat Siemens zusammen mit voestalpine die Meros-Technologie (Maximized Emission Reduction of Sintering) entwickelt und implementiert. Meros ist das bislang modernste und leistungsfähigste System zur Abgasreinigung bei Sinteranlagen. Sintern ist ein Produktionsschritt in der Eisenherstellung. Der Meros- Prozess ermöglicht eine Reduktion der Emissionen bei Feinstaub, Schwefeldioxiden, Schwermetallen und anderen Schadstoffen um durchschnittlich 90 Prozent im Vergleich zur bisherigen Nassreinigung. Die weltweit erste Meros-Trocken-Gasreinigungsanlage wurde im Herbst 2007 bei voestalpine in Linz in Betrieb genommen
Bei Elektrofiltern leistet Siemens einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit dieser Umwelttechnologie. Elektrofilter sind Anlagen zur Abscheidung von Staubteilchen aus Gasen. Ihre Anwendung finden Sie bei der Reinigung industrieller Nutz- und Abgase, z.B. bei der Stromerzeugung aus Kohle, bei der Verhüttung oder der Zementherstellung. Siemens bietet für Elektrofilter die komplette Palette der elektrischen Energieversorgung und Automatisierung an. Diese Lösungen optimieren den Filterbetrieb, minimieren die Betriebskosten und erhöhen die Energieeffizienz der Anlagen. Dadurch sind CO2-Einsparungen von über 100.000 Tonnen pro Jahr erreichbar. Elektrofilter-Lösungen von Siemens sind beispielsweise im Stahlwerk US Steel Slovakia im slovakischen Kosice im Einsatz.
Siemens ist ein führender Anbieter von Rauchgasreinigungssystemen. Das Portfolio umfasst Lösungen zur Überwachung und Reduktion der Emissionen von Stäuben, Schwefeldioxid, Stickoxiden und Quecksilber insbesondere bei kohlebefeuerten Kraftwerken und industriellen Prozessen. Solche Technologien kommen beispielsweise bei einem neuen Kohlekraftwerk im US-Bundesstaat West Virginia zum Einsatz. Das Kraftwerk wird 2011 in Betrieb gehen und eines der saubersten und effizientesten in den USA sein. Darüber hinaus bietet Siemens für Kraftwerke hocheffiziente Brenner (Low-NOx-Brenner) mit niedrigem Stickoxid-Ausstoß an, wodurch die Schadstoffemissionen schon im Kessel erheblich reduziert werden.
| Kundennutzen |
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| - Neuer Benchmark bei der Abgasreinigung von Sinteranlagen durch Meros - Modulare Bauweise von Meros erlaubt Skalierbarkeit des Systems - Effizienzoptimierung und Betriebskostenminimierung von Elektrofiltern - Erfüllung zunehmend strengerer Emissionsvorschriften |
| Umweltnutzen |
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| - Reduktion von Emissionen bei Feinstaub, Schwefeldioxiden, Schwermetallen und anderen Schadstoffen um durchschnittlich 90 Prozent bei Meros - CO2-Einsparungen von über 100.000 Tonnen pro Jahr bei Lösungen für Elektrofilter - Verringerung der Emissionen von Stäuben, Schwefeldioxid, Stickoxiden und Quecksilber durch modernste Abgasfilter-Technologie |
Aktuellen UN-Studien zufolge wird der Wasserverbrauch bis 2025 um 40 Prozent steigen. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeit von Wasser durch den Klimawandel in vielen Regionen schlechter. Wasseraufbereitungssysteme müssen deshalb immer leistungsfähiger werden.
Siemens besitzt ein komplettes Technologiespektrum für Trinkwasser, Industriewasser, Abwasser und den Wassertransport. Es umfasst Lösungen auf den Gebieten Automatisierung, elektronische Systeme und Gebäudetechnologie. Damit verknüpft sind Dienstleistungen wie Finanzierung, Anlagen-Design und -Planung, Inbetriebnahme, Wartung, Notfall-Support und Modernisierung. Mit diesem Portfolio ist Siemens die Nummer 1 auf dem Weltmarkt für Wasser- und Abwasseraufbereitung.
Zu den effektivsten Verfahren der Abwasserreinigung gehören Membransysteme von Siemens. Membranen werden unter anderem zur Trennung von Stoffen und Stoffgemischen bei der Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung eingesetzt. Wesentliche Verfahren sind die Umkehrosmose sowie die Nanofiltration. Mit Membransystemen ist ein Nitratabbau im Abwasser von bis zu 98 Prozent möglich. Gegenüber konventionellen Anlagen benötigen sie weniger Platz, haben geringere Installations- und Unterhaltskosten und kommen mit weniger Chemikalien aus. Insgesamt werden mit Membrantechnologie von Siemens täglich rund 5 Millionen Kubikmeter Wasser aufbereitet.
Mit dem von Siemens entwickelten Cannibal-System kann die Menge des in den Kläranlagen entstehenden Klärschlamms deutlich reduziert werden. Das patentierte Verfahren bewirkt durch einen ausgeklügelten Austauschprozess den Abbau von biologischen Feststoffen und reduziert deren Menge beträchtlich. Es werden nicht nur Kosten bei der Behandlung und Entsorgung dieser Feststoffe eingespart, sondern auch für den Bau von Einrichtungen zur Feststoff-Lagerung, beim Transport und Personaleinsatz. Das erste Cannibal-System zur Abwasseraufbereitung wurde im April 2008 in der Kläranlage im italienischen Levico Terme in Betrieb genommen. Die Anlage reduziert die Menge an anfallenden Biofeststoffen von 740 auf 370 Tonnen jährlich.
Siemens liefert zudem Lösungen zur Abwasserbehandlung bei der Rauchgasentschwefelung, zum Beispiel für den US-Energieversorger Reliant Energy. Das im Cheswick-Kraftwerk in Springdale (USA) installierte System entfernt Verunreinigungen wie Schwebteilchen, Schwermetalle und organische Substanzen aus dem Abwasser des sogenannten Waschturms. In diesem wird das Rauchgas zur Entschwefelung intensiv mit einer Waschsuspension besprüht. Das entstandene Schmutzwasser wird auf physikalisch-chemischen Weg gereinigt und kann dann gefahrlos in die Kläranlage der lokalen Wasserwerke abgeleitet werden. In den USA wurden bereits sieben solcher Systeme implementiert.
| Kundennutzen |
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| - Membrananlagen mit strengen Qualitätsstandards - Günstige Installations- und Unterhaltskosten bei Membrananlagen - Kostenreduktion bei der Behandlung und Entsorgung von Feststoffen durch das Cannibal-Verfahren - Einhaltung der Umweltvorschriften beim Schmutzwasser bei der Rauchgasentschwefelung |
| Umweltnutzen |
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| - Energieeinsparung um bis zu 40 Prozent durch Membrananlagen - Geringerer Einsatz von Chemikalien bei Membrananlagen - Nitratabbau im Abwasser um bis zu 98 Prozent bei Membrananlagen - Reduktion von Klärschlamm um bis zu 95 Prozent beim Cannibal-Verfahren - Schmutzwasserreinigung bei Rauchgasentschwefelungsanlagen |