Rund 75.000 Besucher verzeichnet die Unternehmens- ausstellung im Münchner SiemensForum am Oskar-von-Miller-Ring pro Jahr. Damit zählt das älteste Firmenmuseum Deutschlands gleichzeitig auch zu den Perlen unter den Museen und Ausstellungen der bayerischen Landeshauptstadt. Und spätestens seit Eröffnung der Unternehmensausstellung „Milestones“ ist die Attraktivität des SiemensForums noch weiter gestiegen. Auf zwei Ebenen entführen Technologie-Highlights aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft die Besucher in eine multimediale Erlebniswelt. Interaktive Stationen animieren zum Ausprobieren und Mitmachen, ob bei einem virtuellen Blick in den menschlichen Kopf oder beim dreidimensionalen Gesichtsscanner, bei dem jeder Besucher eine 3-D-Ansicht seines Gesichts erstellen und per E-Mail versenden kann. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten
„Weniger Museum – Mehr Erlebniswelt“, so könnte man das Konzept der Siemens-Unternehmensausstellung zusammenfassen. Das merkt der Besucher bereits beim Eintritt in die erste Ebene von „Milestones“. Sie zeigt die ersten 150 Jahre von Siemens. Auf langen Arbeitstischen angeordnete Exponate vermitteln hier eine Labor-Atmosphäre, die zum Erforschen anregt. Dabei widmet sich jeder Arbeitstisch einem der fünf Themenfelder „Kommunikation“, „Energie“, „Industrie“, „Verkehr“ und „Medizin“. Ob Zeigertelegraf oder Dynamomaschine, die erste Verkehrsampel Deutschlands oder das Modell einer Autolackierstraße – technologische Meilensteine werden nicht nur in Glasvitrinen verborgen, sondern oftmals als funktionsfähige Modelle präsentiert, die zum Anfassen und Ausprobieren einladen.
Bei der Gestaltung der „Innovationslandschaft“ genannten Tische wurde eine völlig neue Präsentationsform gewählt: Sie sind wie eine Landschaft dreidimensional gestaltet. Rund um die Exponate findet der Besucher auf verschiedenen Höhen-Ebenen die dazugehörigen Texte, Fotos, Schaubilder oder Videos. Diese liefern nicht nur technische Hintergrundinformationen, sie erläutern auch den Nutzen und die kulturelle oder gesellschaftliche Bedeutung der Erfindung für die jeweilige Zeit. Und wer es ganz genau wissen will, findet in Schubladen im wahrsten Sinne des Wortes „vertiefende“ Informationen und zusätzliche Highlights.
Abgerundet wird die erste Ebene der „Milestones“ durch ein Porträt des Unternehmensgründers Werner von Siemens in Wort und Bild, durch Fotos und Videos aus der Unternehmensgeschichte sowie durch Informationen über wichtige Unternehmenszahlen und die Präsenz von Siemens in aller Welt
Vorbei an einem Mosaik jüngerer Projekte des Unternehmens gelangt der Besucher dann über eine Treppe in die „Zukunft“. Auch diese ist in die fünf genannten Themenfelder untergliedert, allerdings werden die Exponate und Informationen hier auf futuristisch anmutenden, gefalteten Glasflächen, so genannten „Kristallen“, präsentiert, die von innen heraus leuchten. Den Hintergrund bilden die Herausforderungen der Zukunft wie Bevölkerungswachstum, Überalterung, Ressourcenschonung oder Informationsüberflutung.
Die „Kristalle“ geben dabei nicht nur Lösungsvorschläge aus Siemens-Sicht, sondern zeigen anhand aktueller Produkte auch den heutigen Stand der Technik. Jedes Themenfeld wartet dabei mit einem interaktiven Highlight auf, das die Zukunft schon heute begreifbar machen will: Stellvertretend für die „Kommunikation“ der Zukunft spricht eine animierte Computerfigur, ein so genannter Avatar, einen Text nach, den der Besucher vorgibt. Die „Energie“ lädt zur Verteilung von Strom aus mehreren Kraftwerken in einem simulierten Stromnetz ein. In der „Industrie“ kann jeder eine frei steuerbare Fahrt durch eine virtuelle Fabrik unternehmen. Die „Medizin“ zeigt dreidimensionale Einblicke in den menschlichen Körper. Und der Bereich „Verkehr“ widmet sich unter anderem den so genannten „biometrischen Verfahren“. Hier kann jeder Besucher an einem Spezial-Scanner ein dreidimensionales Abbild seines Gesichts erstellen und per E-Mail versenden.
Insgesamt erwarten die Besucher in „Milestones“ 150 Exponate, viele davon interaktiv, 50 Videos, 550 Bilder und über 500 Detailinformationen. Wie auch die angeschlossene Design-Ausstellung kann „Milestones“ während der
Öffnungszeiten selbstständig erkundet werden. Je nach Interesse sollte man für einen Besuch mindestens eine Stunde ansetzen. Kostenlose Gruppenführungen werden individuell nach vorheriger Anmeldung angeboten.
Anmeldung zu Führungen
Einige der prominentesten Exponate der Unternehmensausstellung im Überblick: